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Dumbach-NEWs, Nov/Dez 2012 bzw. November/Dezember 2012, Die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, kostenlos, Foto: Emil Jenne - Sanierter Stall des ehemaligen  Lehensgutes "Schlußbauern" von Menzlas, Titelthemen: Das Haus Nr. 1 von Menzlas, Neandertalerzahn, Steinwerkzeuge und Tierwelt vor über 40.000 Jahren - Ende der Ausgrabungen in Hunas, Alfred Schmid - kreativer Krippenbau
Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs, Die neue Zeitung "Dumbach-NEWs" ist für die Gegend in und um Kirchenthumbach ein echtes Ereignis, denn zum ersten Mal in der Geschichte des Ortes wird eine Zeitung von einem freien Verleger in der Gemeinde herausgegeben und nicht von einer politischen Verwaltung oder einem damit verknüpften Gewerbeverein. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind dementsprechend ganz anders. Bunt soll es sein und eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Und wenn Ihnen ein Thema mal selbst auf dem Herzen liegen sollte, sei es ein interessantes persönliches oder politisches, dann kommen Sie einfach auf mich zu. Jeder kann hier etwas mitteilen, wenn er möchte. Denn diese Zeitung von Bürgern für Bürger ist eine, die Vielfalt zeigen möchte. Ein Forum für den Austausch unterschiedlicher und völlig neuer Gedanken kann dieses Blatt sein. Wünschenswert sind nicht nur Beiträge über spektakuläre Ereignisse, sondern auch über Einfaches, was trotzdem nicht jeder kennt. Liebe Grüße, Diese Zeitungsausgabe wurde gefördert von: Die Veröffentlichung dieser Ausgabe wurde durch die finanzielle Unterstützung in Form von kostenpflichtiger Inseratwerbung, politischer Information und Beiträge folgender Firmen, Parteien und Privatpersonen unterstützt: RASS GmbH, Fenster und Türen, Geschäftsführer Martin Rass, Gunzendorf 12, 91275 Auerbach i. d. OPf., T: (0 96 43) 9 15 21, E: martin.rass@fenster-tueren-rass.de *** Firma LINDNER, Bäder, Heizung und mehr..., Nürnberger Str. 2, 91257 Pegnitz, T: (0 92 41) 48 98 07-0, F: (0 92 41) 48 98 07-6 *** Duravit AG, Werderstr. 26, 78132 Hornberg *** Hier kann Ihre Adresse stehen, wenn Sie in den Dumbach-NEWs inserieren!, Foto: Emil Jenne - Krause Glucke <i>Sparassis crispa</i> (Wulf. in Jacq.) Fries, Impressum, Herausgeber, Verlag, Redaktion, Produktion, Gestaltung und Anzeigenservice: Verlag Mensch und Gedanke, Inhaber Emil Jenne, Schloßstr. 20, 91281 Kirchenthumbach, Telefon/Fax: (0 96 47) 92 87 36-0, E-Mail: emil-jenne@verlag-mensch-und-gedanke.de. Inserat-/PR-Preise (inkl. 19% USt): 1 Spalte (B 42,7 x H 95 mm) 37,00 Euro, 2 Spalten (B 90,3 x H 95 mm) 47,00 Euro, ganze Seite (B 138 x H 95 mm) oder Public Relation Beiträge je Seite 55,00 Euro (inkl. Recherche/Fotografie). Gebiet, Ausgabe und Auflage: Alle zwei Monate 2500 Exemplare, davon landen 2100 Stück direkt in den Briefkästen des Gemeindegebietes Kirchenthumbach-Schlammersdorf-Vorbach, der Rest wird ausgelegt.
Auswahl an Leserzuschriften, Allgemein zur neuen Zeitung Dumbach-NEWs: Jürgen Böhme aus Kirchenthumbach: " ... herzlichen Dank für Ihre nette kleine Zeitung. Alle Artikel sind sehr interessant, auch die Bilder und das gesamte Layout gefallen mir gut. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe! Glückwunsch!", Artikel "Zum Aus-der-Haut-fahren": Hans-Dieter Gerhartz aus Oberbibrach: "Ich habe das "Querdenkerblatt" mit Begeisterung gelesen ... Mein Freund und Bekannter Rudolph Moshammer in München sagte einmal: "Ich könnte aus der Haut fahren - aber was tät' ich denn da draußen." Soviel zu Ihrem interessanten Text. Machen Sie weiter so. Spitze.", Simone Helbig aus Kirchenthumbach: "Wir haben heute ihre Dumbach-NEWs gelesen und sind von dem "Zum Aus-der-Haut-fahren" hellauf begeistert. Sie sprechen uns damit aus der Seele und haben es so ziemlich auf den Punkt gebracht. Mit einem Schmunzeln haben wir festgestellt, dass es wohl nicht nur uns so vorkommt, wie sie es in ihrem Artikel beschreiben. Und das tut richtig gut zu wissen. Bleiben sie weiterhin so einzigartig, frei und anders.", Artikel "Ein alter Knopf erinnert an Geschichte": Hptm. i. Tr. Christian Gollmar aus Ulm: " ...ich bin begeistert! ... Es freut mich außerordentlich, daß auf diesem Wege ein anderes, ein breiteres Publikum in den Genuss kommt, etwas Geschichte zu erfahren. Geschichte sollte ja mehr sein als die "Taten von Heerführern und Staatsmännern". Geschichte anhand eines gefundenen Knopfes "anzureißen" ist allemal spannender, weil dem "normalen" Menschen näher, als irgendein Staatsdekret eines Regierenden. Geschichte birgt so viele "Histörchen" und das lässt die Vergangenheit spannend bleiben!", Foto: Emil Jenne - Balanceakt von Nachbars Katze in Thurndorf, Dem Volk auf 's Maul g'schaut, Karikatur: Emil Jenne - "Les'n - des is' nix für mi'!", Zitat aus Vorbach: "Wous? A Zeidung - zum Leees'n? Na, wou kummt na dee her? Aa so - a Zeidung vo' Kirchadumbach? Dou is' no' nia wous G'scheid's herg'kemma! Les'n - des is' nix für mi'! I hob no' nia wous g'les'n!"
Das Haus Nr. 1 von Menzlas, Dass die private Planung des familiären Wohnraumes auch ein marodes, denkmalgeschütztes Gebäude mit einschließen kann, das beweist die Geschichte der Familie Rosalinde und Herbert Schmid aus Menzlas, denn gleich drei Generationen haben tatkräftig daran gearbeitet, aus dem ehemaligen Lehensgut "Schlußbauern" oder "Haus Nr. 1 von Menzlas" innerhalb von zwei Jahren wieder einen Lebensmittelpunkt zu schaffen, den Frau Schmid so beschreibt: "Es lebt sich sehr schön in dem Haus. Es ist ein Traum, da herinnen zu leben. Es ist mit einem modernen Haus nicht zu vergleichen. Das Wohnklima ist so angenehm. Man kann stolz darauf sein, in so einem Haus zu wohnen". In den 70ern musste die Familie sich über die künftigen Wohnbedürfnisse klar werden. Nebenan errichteten sie 1976/77 einen Neubau, in dem die Eltern mit einem Sohn unter einem Dach leben können. Ein Abriss des Altbaus wäre möglich gewesen, denn er war wegen des Neubaus aus der Liste der Denkmäler gestrichen worden. Man nutzte das alte Bauernhaus nur noch als Abstellkammer. Der Kreisbaumeister des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab, Werner Kraus, riet der Familie dann 2004 zum Erhalt des Gebäudes. Schließlich hat es ein vierjochiges böhmisches Gewölbe, einen erhaltenswürdigen liegenden Dachstuhl aus der Zeit um 1800 und eine lange Geschichte, Foto: Emil Jenne - das ehemalige Lehensgut Schlossgasse 3 in Menzlas, fotografiert am 13. September 2012, Grafik: Stammwappen des bayerischen Uradels der von Hirschberg (1223 als Rudegerus de Hirzperc erstmals urkundlich erwähnt) mit rotem achtenderigem Hirschen. Am 30.01.1857 kaufte Johann Schmid das Gebäude von Ernst Frhr. von Hirschberg. Heute ist es in 5. Generation im Besitz der Familie Rosalinde und Herbert Schmid, Foto oben: H. u. R. Schmid - das vierjochige böhmische Gewölbe von oben gesehen, Foto rechts: Emil Jenne - (vorne) weitgehend erhaltener Sandsteinpfeiler im Stall, darüber das vierjochige böhmische Gewölbe, Foto unten: Emil Jenne - liegender Dachstuhl aus der Zeit um 1800 und versetzter Kamin
Bei einem liegenden Dachstuhl werden mit den Balken die Lasten nicht auf die darunter liegende Decke sondern auf die Innen- und Außenwände abgeleitet. Der Kreisbaumeister erklärte mir in einem Telefonat, dass bei einem denkmalgeschützten Haus dem Eigentümer, falls er sich zur Sanierung entschließt, zwar Kosten wie bei einem normalen Neubau entstehen, er dafür aber den denkmalpflegerischen Mehraufwand ersetzt bekommt und eine 10-jährige steuerliche Abschreibungsmöglichkeit nutzen kann, was bei einem Neubau nicht der Fall sei. Die Verhandlungen mit dem Amt für Denkmalpflege dauerten drei Jahre und werden von den Schmids als "Geben und Nehmen" beschrieben. So durfte man auf Wunsch zwei Mauern unverputzt lassen, die Treppe durfte nachgebaut werden, aber nicht aus Eiche. Über der Haustür ist die Jahreszahl 1891 eingemeißelt. Dies erinnert an ein Jahr eines prägenden Innenumbaus. Im Dachgeschoss musste der Kamin zur Mitte hin versetzt werden. Zwei Jahre dauerten die Sanierungsarbeiten, bei denen die beiden Söhne, die drei Brüder und der Vater von Frau Schmid mithalfen. Bei der Wahl der Handwerker achtete man auf Ortsansässigkeit, musste aber Ausschreibungsauflagen beachten. Als Inneneinrichtung wurden z. B. ein Herrgottswinkel mit restaurierten Bildern eingerichtet und Gegenstände aus dem früheren Haus nicht weggeworfen, sondern dekorativ eingebracht. Zur Geschichte: Die Grundherren und Eigentümer entstammten früher dem, Fotos: Emil Jenne - Oben: Eingemeißelte Jahreszahl eines prägenden Innenumbaus, Links: Eine von zwei Mauern, die auf Wunsch unverputzt bleiben durften, Unten: Die Treppe wurde erneuert, aber Eichenholz durfte man nicht verwenden, Fotos: Emil Jenne - Oben: Wiederentdecktes Zierstreifenmuster im Obergeschoss, Links oben: Wohnzimmer mit Kachelofen, Links mitte: Niesche mit Vasen, Blumen, Madonna, Jesuskind und einem Rosenkranz, Links unten: Restauriertes Gewölbe um 1900 mit einer Eisenschiene als Träger, Unten: Die "Gute Stube" mit dem "Herrgottswinkel" und restaurierten Bildern.
niederen Adel. Spätestens mit dem Neubau des Schlammersdorfer Schlosses 1778/79 war das ehemalige Lehensgut kein adeliger Wohnsitz mehr, aber bis zum Beginn des 19. Jhds. war es laut schriftlicher Quelle noch erheblich wirtschaftlich bedeutend. Das Urkataster von 1841 dokumentiert ein Wohnhaus mit Stallung und Schafhütte, Stallung mit Wagenschupfe, Ochsenstall, Backofen, Brunnen und Hofraum. 1856/57 werden noch ein Torfstadel mit darunter befindlichem Keller, ein Getreidestadel und eine Fischgrube erwähnt. 1861 wurde ein Teil der Gebäude abgebrochen. Weitere Abbrüche in den Folgejahren und Teilverkäufe reduzierten das Gut auf seinen heutigen Umfang. 2005 erfolgte die Wiedereintragung in die Denkmalliste. Herzlichen Dank für Informationen an Dr. Christian Dümler vom BLfD Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, zuständig für die Führung der Denkmalliste im Landkreis NEW, Bau- und Kunstdenkmäler. Fotos: Emil Jenne - Flur im Obergeschoss mit Altar, Möbeln und Hausratsgegenständen, die an frühere Zeiten erinnern, Werbeinserat: RASS GmbH, Fenster und Türen, Geschäftsführer Martin Rass, Gunzendorf 12, 91275 Auerbach i. d. OPf., Telefon: (0 96 43) 9 15 21, E-Mail: martin.rass@fenster-tueren-rass.de, Haustüren, Innentüren, Brandschutztüren, Wintergärtn, Terrassenüberdachungen, Rollosysteme, Kunststoff und Aluminium, für ein besseres Klima.
Bürgerportrait: Alfred Schmid aus Menzlas - kreativer Krippenbau, Alfred Schmid aus Menzlas ist gelernter, passionierter Schreiner. Es liegt nun schon 20 Jahre zurück, dass er seine berufliche Tätigkeit bei einer großen Firma in Vorbach beendet hat. Nach seinem ausgefüllten Arbeitsleben wechselte er damals ins Rentnerdasein. Das Schreinern aber, das hat Ihn bis heute nicht losgelassen. So wurde es schließlich zu seinem Hobby. Zuerst fing er an, Rechen, Schlägel und Sensen zu machen, so, wie sie in der Landwirtschaft früher verwendet wurden. Dann kam eine Zeit, in der er zahlreiche Laternen aus Holz und Glas geschaffen hat. Beim Besuch einer Austellung hat er irgendwann Krippen-Laternen gesehen. Das wollte er auch versuchen. Ergebnis war, dass er ganz viele davon zusammenbaute und an Familienangehörige, Verwandte und Bekannte verschenkte. Immerhin waren es bis zum heutigen Tag über 100 Krippen-Laternen. Für so eine Krippen-Laterne verwendet Schmid Espenholz, das er in Oberhammermühle in passende Bretter zersägen lässt. Espenholz ist laut Schmid am besten für die Verarbeitung zu Laternen geeignet, weil es einerseits nicht so weich ist, wie z. B. Pappelholz, Foto: Emil Jenne - Alfred Schmid zeigt uns eine seiner selbst gebauten Krippen-Laternen mit elektrischer Beleuchtung, Fotocollage rechts: Emil Jenne - Krippen, gefertigt von Alfred Schmid aus Menzlas.
... andererseits aber schön leicht. Da die meisten Laternen ja verschenkt werden, soll beim Einkauf gespart werden. Dies ist bei der Beschaffung der Heiligen Familie besonders schwer, weil es i. d. R. teurer ist, wenn man nur Maria, Josef und das Kindlein benötigt und nicht einen kompletten Figurensatz mit Ochs, Esel, Schafen, etc... kaufen möchte. Schmid weiß da die richtigen Quellen. Als Beleuchtung dient eine Fassung mit 12-Watt-Glühbirne, Kabel und Stecker für gewöhnliche Steckdosen. Ganz besonders raffiniert und sparfuchsig: Als Versteck und Abdeckung für den oberen Ausgang der Fassung wird eine halbe Blechbüchse ausgeschnitten, in die Form eines halben liegenden Zylinders mit Befestigungsflächen gebogen und mattschwarz angemalt. Schmid schmunzelt scherzhaft: "Das ist ein Betriebsgeheimnis". Die Krippen-Laternen haben 17 cm Breite und Tiefe und sind 31 cm hoch. Seiner Frau Resi hat er ein ganz besonders schönes Einzelstück mit einer sehr großen Heiligen Familie und Kupferdach geschenkt. Vor acht Jahren sah Schmid auf einem Weihnachtsmarkt Krippen. Das war der Anstoß dazu, selber auch welche zu bauen. 15 hat er schon geschaffen, verwendet dabei als Material alte Bretter aus abgerissenen Gebäuden, Wurzeln und Moose aus dem Wald. Die Gips- oder Holzfiguren werden gekauft, kleine Holzstapel, Gatter oder das Lagerfeuer dagegen selbst gefertigt. Schmids Werkstatt ist mit elektrischer Säge und Schleifmaschine bestens ausgestattet. Mittlerweile schreinert er auch lustige Osterhasen und Vogelhäuschen aus Fichtenholz mit integriertem Futtersilo - alles ohne Bauplan. Arbeiten mit Holz liegt ihm im Blut. Fotos: Emil Jenne - in seiner privaten Werkstatt sägt, hobelt und schleift Alfred Schmid Teile für Krippen und Vogelhäuschen zurecht, Fotos: Emil Jenne - alternativ baut Alfred Schmid Vogelhäuschen und lustige Osterhasen. Für seine Frau Resi schuf er eine besondere, individuelle Krippen-Laterne (Foro rechts).
Werbeinserat: Full Service Werbeagentur VERLAG MENSCH UND GEDANKE, Inhaber Emil Jenne: Website-Programmierung und Web-Design, Fotos und Gemälde, Fotografien und Fotokunstgemälde aus dem Naturpark Fränkische Schweiz, Geschenk-Idee: Kunstwerke von Emil Jenne. Raumgestaltung mit Naturparkbildern: Wählen Sie aus über 50.000 Fotos. Daraus entsteht Ihre persönliche Fotocollage oder ein Fotokunstgemälde, Acrylbilder, Gouachebilder, Gemälde aus der Hand des Künstlers: Emil Jenne - Mensch und Kosmos, Acryl auf schwarzem Karton, gerahmt, Maße Breite 29,7 x Höhe 21 cm (ohne Rahmen), Preis 275,00 Euro (inkl. Rahmen), Fotokuntgemälde: Emil Jenne - der Waldgeist von Tüchersfeld, Stoffdruck, im Alurahmen, Maße Breite 80 x Höhe 80 cm, Preis 280,00 Euro (inkl. Rahmen), Fotocollage: Emil Jenne - winziger Ammonit in der Tongrube Mistelgau, Stoffdruck, im Alurahmen, Maße Breite 80 x Höhe 50 cm, Preis 290,00 Euro (inkl. Rahmen), Werbeinserat: Firma Lindner, Pegnitz. Der Dusch-WC-Sitz reinigt Sie nach dem Toilettengang mit Wasser – sanft, sauber und sicher ... mehr als nur Toilettenhygiene: ein Stück mehr Lebensqualität. Erleben Sie das WC bei uns in der Ausstellung in Funktion: Bäder, Heizung und mehr... Lindner, Nürnberger Str. 2, 91257 Pegnitz, Telefon: 09241/489807-0, Fax: 09241/489807-6 www.lindner-pegnitz.de, E-Mail: info@lindner-pegnitz.de, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 - 18.00 Uhr und Samstag 8.30 - 13.00 Uhr
Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Neandertalerzahn, Steinwerkzeuge und Tierwelt vor über 40.000 Jahren - Ende der Ausgrabungen in Hunas, Am 23. September warf ich wieder mein Stativ mit dem Fotoapparat auf meine Schulter und wanderte kräftig drauf los. Mein Auto parkte ich im Weiler Hunas, bei Hartmannshof in der Gemeinde Pommelsbrunn. Ich war noch nicht weit gelaufen, als ich am Tor des Steinbruchs am Steinberg einen Zettel hängen sah, der mich darüber informierte, dass man hier nur noch bis zum 30.09.2012 die Ausgrabungsstätte der Höhlenruine besuchen könne, weil sie geschlosssen wird. Einige Tage später besuchte ich neugierig das Grabungsteam vor Ort. Fast 40 Jahre lang wurden in mehreren Ausgrabungsphasen die über 12 m hohen Ablagerungen Schicht für Schicht abgetragen und das Fundgut gesammelt. Die systematische Auswertung und die Publikation der Funde und Befunde wird noch mindestens zehn Jahre dauern. In 5 m Tiefe (Schicht-Lage F2), wurde 1986 eine wirkliche Sensation entdeckt - ein Zahn eines Neandertalers. In dem Journal "Homo 57 (2006), 187 - 200", © Elsevier GmbH, erfährt man sogar, dass es ein rechter Weisheitszahn ist, der zu einem unserer menschlichen Vorfahren gehört, der mit größter Wahrscheinlichkeit in seiner dritten Lebensdekade gestorben ist. Man kann jedoch nicht ausschließen, dass er bis zu 45 Jahre alt war. Nur, wann ist er gestorben? Eine direkte genetische Altersbestimmung scheidet aus, weil man dazu den Zahn zerstören müsste. Aufgrund der Lage in einer Schicht mit mittelpaläolithischen Artefakten ist nach heutigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass es vor mindestens 40 Tsd. Jahren gewesen sein muss. In mehreren Schichten kamen Werkzeuge zu Tage, wie z. B. Schaber, teilweise aus ortsfremdem Rohmaterial. Foto: Institut für Paläontologie, Universität Erlangen, Dr. Brigitte Hilpert - Weisheitszahn eines Neandertalers aus der Höhlenruine im Steinberg bei Hunas, Grafik: Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Erlangen, Prof. Dr. Ludwig Reisch - Steinwerkzeuge, die bei den Ausgrabungen in Hunas gefunden wurden
Eine genaue zeitliche Einordnung einzelner Schichten ist noch nicht möglich, da jetzt erst mit der Auswertung der Funde begonnen wird. Stand heute ist, dass alle Schichten zusammen in einem Zeitraum zwischen vor 100 Tsd. bis vor 40 Tsd. Jahren entstanden sind. Diese Zeitmarken sind neben der Fundauswertung zusätzlich durch Datierung anhand der untersten Sinterschicht und von Tropfsteinen nachgewiesen worden. Wann jedoch das Höhlendach einstürzte und die Höhle gänzlich verschüttet wurde, ist ungewiss. Bis zu ihrer Entdeckung durch den Paläontologen Florian Heller aus Erlangen im Mai 1956, der in Steinbrüchen nach verborgenen Höhlen suchte, lag sie jedenfalls in einem Dornröschenschlaf und war schon weitgehend zerstört. An meinem Besuchstag treffe ich auf vier fleißige Ausgräberinnen: Dr. Brigitte Hilpert, Dr. Dieta Ambros, Alina Götz und Inge Hohen-Ester, die sich mit Werkzeug, Schaufel und Besen Richtung Höhlenboden nach unten arbeiten und immer wieder letzte Funde in Plastiktütchen einpacken. Manche Knochen, Foto: Emil Jenne - die Ausgrabungsstätte am 27. September 2012, wenige Tage vor der endgültigen Schließung, Fotos: Emil Jenne - Oben links: Dr. Brigitte Hilpert, Dr. Dieta Ambros, Alina Götz und Inge Hohen-Ester suchen letzte Relikte in der untersten Schicht bis hinab zum Steinboden der ehemaligen Höhle, Oben rechts: Gesammelte Bruchstückfunde von Stalagmiten und Stalagtiten der Höhlenruine, Unten: Dr. Brigitte Hilpert zeigt kleine Stalagtiten, die sich von den Stalagmiten dadurch unterscheiden, dass sie innen hohl sind. Im Hintergrund nähert sich ihre Kollegin Dr. Dieta Ambros gründlich suchend dem Höhlen-Steinboden
sind vom kohlensäurehaltigen Wasser stark zersetzt und bröselig. Die komplette Hunas-Fauna: 55% Säugetiere (sehr viele Kleinsäuger), 30% Vögel, 10 % Mollusken und 5% Reptilien und Amphibien. Über 145 Tierarten, darunter Riesenhirsch, Rentier, Waldnashorn, Bär, Höhlenlöwe, Pferd, Fische, sogar Zähne, Zehen- und Fingerknochen, Kiefer- und Schädelfragmente von Berberaffen (Makaken). Allesamt Zeugen eines Klimawandels von warmer Waldlandschaft zu trocken-kalter Steppe und Tundra. Dank gilt Prof. Dr. Ludwig Reisch, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Erlangen, sowie Dr. Brigitte Hilpert und Dr. Dieta Ambros, Institut für Paläontologie, Universität Erlangen, Fotos: Emil Jenne - Oben: Gut erhaltener Kiefer eines Bären, knapp über dem Höhlenboden am 25. September 2012 ausgegraben, Rechts: Oft sind die Knochenfunde brüchig und müssen für eine genauere Bestimmung zusammengesetzt werden, Foto unten: Institut für Paläontologie, Universität Erlangen, Dr. Brigitte Hilpert - Kaufläche eines Makaken-Zahnes von Hunas, Disco-Party Terminkalender - Ausgeh-Tips, Diskothek NiteZone Weiden, Liebigstr. 12-13, 92637 Weiden, Telefon (0175) 1 66 18 09, E-Mail info@nitezone.de - jeden Freitag und Samstag ab 21 Uhr geöffnet. I. d. R. findet 2 x monatl. (am 2. und letzten Sa. im Monat) eine Ü30 Party statt (Einlass ab 25). Ansonsten Einlass ab 16. Eintritt: I. d. R. 6 Euro, Ausnahmen sind extra aufgeführt. November 2012: Fr. 02.11.12 Friday Nite! Eintritt frei bis 22:30 Uhr, DJ MAXOTIC Sa. 03.11.12 Ladies First, Ladies Eintritt frei bis 23 Uhr, DJ EASY Fr. 09.11.12 Friday Nite! Eintritt frei bis 22:30 Uhr, DJ Michael b. Sa. 10.11.12 Ü30, 4 Areas, DJ MORETTI, EMMI und HERBIE Fr. 16.11.12 Friday Nite! Eintritt frei bis 22:30 Uhr, DJ MAXOTIC Sa. 17.11.12 Freunde müsst Ihr sein! 1 Freigetränk + VIP-Karte für alle, die bis 24 Uhr zu Dritt kommen, DJ EASY Fr. 23.11.12 It's Black Baby! Specials Black, DJ ABSOLUTE Sa. 24.11.12 Single Party – Take Me Baby! Eintritt bis 24 Uhr 3 Euro inkl. 1 Freigetränk, DJ Jaycee. Fr. 30.11.12 Friday Nite! Eintritt frei bis 22:30 Uhr, DJ EASY. Dezember 2012 (Motto noch offen): Sa. 01.12.12 Ü30, 4 Areas *** Fr 07.12.12 *** Sa 08.12.12 *** Fr 14.12.12 *** Sa 15.12.12 *** Fr 21.12.12 *** Sa 22.12.12 *** Di 25.12.12 X-MAS PARTY *** Fr 28.12.12 *** Sa 29.12.12 *** Januar 2013 (Motto noch offen): Ab Fr. 04.01.13 jeden Freitag und Samstag geöffnet.

Dumbach-NEWs, Ausgabe Nov/Dez 2012 November/Dezember 2012, die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, kostenlos

Titel-Foto: Emil Jenne - Sanierter Stall des ehemaligen Lehensgutes "Schlußbauern" von Menzlas

Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs

Die neue Zeitung "Dumbach-NEWs" ist für die Gegend in und um Kirchenthumbach ein echtes Ereignis, denn zum ersten Mal in der Geschichte des Ortes wird eine Zeitung von einem freien Verleger in der Gemeinde herausgegeben und nicht von einer politischen Verwaltung oder einem damit verknüpften Gewerbeverein. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind dementsprechend ganz anders. Bunt soll es sein und eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Und wenn Ihnen ein Thema mal selbst auf dem Herzen liegen sollte, sei es ein interessantes persönliches oder politisches, dann kommen Sie einfach auf mich zu. Jeder kann hier etwas mitteilen, wenn er möchte. Denn diese Zeitung von Bürgern für Bürger ist eine, die Vielfalt zeigen möchte. Ein Forum für den Austausch unterschiedlicher und völlig neuer Gedanken kann dieses Blatt sein. Wünschenswert sind nicht nur Beiträge über spektakuläre Ereignisse, sondern auch über Einfaches, was trotzdem nicht jeder kennt. Liebe Grüße, Emil Jenne.

Diese Zeitungsausgabe wurde gefördert von

RASS GmbH, Fenster und Türen, Geschäftsführer Martin Rass, Gunzendorf 12, 91275 Auerbach i. d. OPf., T: (0 96 43) 9 15 21, E: martin.rass@fenster-tueren-rass.de *** Firma LINDNER, Bäder, Heizung und mehr..., Nürnberger Str. 2, 91257 Pegnitz, T: (0 92 41) 48 98 07-0, F: (0 92 41) 48 98 07-6 *** Hier kann Ihre Adresse stehen, wenn Sie in den Dumbach-NEWs inserieren!

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Herausgeber, Verlag, Redaktion, Produktion, Gestaltung und Anzeigenservice: Verlag Mensch und Gedanke, Inhaber Emil Jenne, Schloßstr. 20, 91281 Kirchenthumbach, Telefon/Fax: (0 96 47) 92 87 36-0, E-Mail: emil-jenne@verlag-mensch-und-gedanke.de. Inserat-/PR-Preise (inkl. 19% USt): 1 Spalte (B 42,7 x H 95 mm) 37,00 Euro, 2 Spalten (B 90,3 x H 95 mm) 47,00 Euro, ganze Seite (B 138 x H 95 mm) oder Public Relation Beiträge je Seite 55,00 Euro (inkl. Recherche/Fotografie). Gebiet, Ausgabe und Auflage: Alle zwei Monate 2500 Exemplare, davon landen 2100 Stück direkt in den Briefkästen des Gemeindegebietes Kirchenthumbach-Schlammersdorf-Vorbach, der Rest wird ausgelegt.

Auswahl an Leserzuschriften

Allgemein zur neuen Zeitung Dumbach-NEWs: Jürgen Böhme aus Kirchenthumbach: " ... herzlichen Dank für Ihre nette kleine Zeitung. Alle Artikel sind sehr interessant, auch die Bilder und das gesamte Layout gefallen mir gut. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe! Glückwunsch!". Artikel "Zum Aus-der-Haut-fahren": Hans-Dieter Gerhartz aus Oberbibrach: "Ich habe das "Querdenkerblatt" mit Begeisterung gelesen ... Mein Freund und Bekannter Rudolph Moshammer in München sagte einmal: "Ich könnte aus der Haut fahren - aber was tät' ich denn da draußen." Soviel zu Ihrem interessanten Text. Machen Sie weiter so. Spitze.". Simone Helbig aus Kirchenthumbach: "Wir haben heute ihre Dumbach-NEWs gelesen und sind von dem "Zum Aus-der-Haut-fahren" hellauf begeistert. Sie sprechen uns damit aus der Seele und haben es so ziemlich auf den Punkt gebracht. Mit einem Schmunzeln haben wir festgestellt, dass es wohl nicht nur uns so vorkommt, wie sie es in ihrem Artikel beschreiben. Und das tut richtig gut zu wissen. Bleiben sie weiterhin so einzigartig, frei und anders.". Artikel "Ein alter Knopf erinnert an Geschichte": Hptm. i. Tr. Christian Gollmar aus Ulm: " ...ich bin begeistert! ... Es freut mich außerordentlich, daß auf diesem Wege ein anderes, ein breiteres Publikum in den Genuss kommt, etwas Geschichte zu erfahren. Geschichte sollte ja mehr sein als die "Taten von Heerführern und Staatsmännern". Geschichte anhand eines gefundenen Knopfes "anzureißen" ist allemal spannender, weil dem "normalen" Menschen näher, als irgendein Staatsdekret eines Regierenden. Geschichte birgt so viele "Histörchen" und das lässt die Vergangenheit spannend bleiben!".

Dem Volk auf 's Maul g'schaut

Zitat aus Vorbach: "Wous? A Zeidung - zum Leees'n? Na, wou kummt na dee her? Aa so - a Zeidung vo' Kirchadumbach? Dou is' no' nia wous G'scheid's herg'kemma! Les'n - des is' nix für mi'! I hob no' nia wous g'les'n!".

Karikatur: Emil Jenne - "Les'n - des is' nix für mi'!".

Fotos: Emil Jenne - Krause Glucke Sparassis crispa (Wulf. in Jacq.) - Balanceakt von Nachbars Katze in Thurndorf.

Das Haus Nr. 1 von Menzlas

Dass die private Planung des familiären Wohnraumes auch ein marodes, denkmalgeschütztes Gebäude mit einschließen kann, das beweist die Geschichte der Familie Rosalinde und Herbert Schmid aus Menzlas, denn gleich drei Generationen haben tatkräftig daran gearbeitet, aus dem ehemaligen Lehensgut "Schlußbauern" oder "Haus Nr. 1 von Menzlas" innerhalb von zwei Jahren wieder einen Lebensmittelpunkt zu schaffen, den Frau Schmid so beschreibt: "Es lebt sich sehr schön in dem Haus. Es ist ein Traum, da herinnen zu leben. Es ist mit einem modernen Haus nicht zu vergleichen. Das Wohnklima ist so angenehm. Man kann stolz darauf sein, in so einem Haus zu wohnen". In den 70ern musste die Familie sich über die künftigen Wohnbedürfnisse klar werden. Nebenan errichteten sie 1976/77 einen Neubau, in dem die Eltern mit einem Sohn unter einem Dach leben können. Ein Abriss des Altbaus wäre möglich gewesen, denn er war wegen des Neubaus aus der Liste der Denkmäler gestrichen worden. Man nutzte das alte Bauernhaus nur noch als Abstellkammer. Der Kreisbaumeister des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab, Werner Kraus, riet der Familie dann 2004 zum Erhalt des Gebäudes. Schließlich hat es ein vierjochiges böhmisches Gewölbe, einen erhaltenswürdigen liegenden Dachstuhl aus der Zeit um 1800 und eine lange Geschichte. Bei einem liegenden Dachstuhl werden mit den Balken die Lasten nicht auf die darunter liegende Decke sondern auf die Innen- und Außenwände abgeleitet. Der Kreisbaumeister erklärte mir in einem Telefonat, dass bei einem denkmalgeschützten Haus dem Eigentümer, falls er sich zur Sanierung entschließt, zwar Kosten wie bei einem normalen Neubau entstehen, er dafür aber den denkmalpflegerischen Mehraufwand ersetzt bekommt und eine 10-jährige steuerliche Abschreibungsmöglichkeit nutzen kann, was bei einem Neubau nicht der Fall sei. Die Verhandlungen mit dem Amt für Denkmalpflege dauerten drei Jahre und werden von den Schmids als "Geben und Nehmen" beschrieben. So durfte man auf Wunsch zwei Mauern unverputzt lassen, die Treppe durfte nachgebaut werden, aber nicht aus Eiche. Über der Haustür ist die Jahreszahl 1891 eingemeißelt. Dies erinnert an ein Jahr eines prägenden Innenumbaus. Im Dachgeschoss musste der Kamin zur Mitte hin versetzt werden. Zwei Jahre dauerten die Sanierungsarbeiten, bei denen die beiden Söhne, die drei Brüder und der Vater von Frau Schmid mithalfen. Bei der Wahl der Handwerker achtete man auf Ortsansässigkeit, musste aber Ausschreibungsauflagen beachten. Als Inneneinrichtung wurden z. B. ein Herrgottswinkel mit restaurierten Bildern eingerichtet und Gegenstände aus dem früheren Haus nicht weggeworfen, sondern dekorativ eingebracht. Zur Geschichte: Die Grundherren und Eigentümer entstammten früher dem niederen Adel. Spätestens mit dem Neubau des Schlammersdorfer Schlosses 1778/79 war das ehemalige Lehensgut kein adeliger Wohnsitz mehr, aber bis zum Beginn des 19. Jhds. war es laut schriftlicher Quelle noch erheblich wirtschaftlich bedeutend. Das Urkataster von 1841 dokumentiert ein Wohnhaus mit Stallung und Schafhütte, Stallung mit Wagenschupfe, Ochsenstall, Backofen, Brunnen und Hofraum. 1856/57 werden noch ein Torfstadel mit darunter befindlichem Keller, ein Getreidestadel und eine Fischgrube erwähnt. 1861 wurde ein Teil der Gebäude abgebrochen. Weitere Abbrüche in den Folgejahren und Teilverkäufe reduzierten das Gut auf seinen heutigen Umfang. 2005 erfolgte die Wiedereintragung in die Denkmalliste. Herzlichen Dank für Informationen an Dr. Christian Dümler vom BLfD Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, zuständig für die Führung der Denkmalliste im Landkreis NEW, Bau- und Kunstdenkmäler.

Grafik: Stammwappen des bayerischen Uradels der von Hirschberg (1223 als Rudegerus de Hirzperc erstmals urkundlich erwähnt) mit rotem achtenderigem Hirschen. Am 30.01.1857 kaufte Johann Schmid das Gebäude von Ernst Frhr. von Hirschberg. Heute ist es in 5. Generation im Besitz der Familie Rosalinde und Herbert Schmid.

Fotos: Emil Jenne - das ehemalige Lehensgut Schlossgasse 3 in Menzlas, fotografiert am 13. September 2012 - weitgehend erhaltener Sandsteinpfeiler im Stall, darüber das vierjochige böhmische Gewölbe - liegender Dachstuhl aus der Zeit um 1800 und versetzter Kamin - Eingemeißelte Jahreszahl eines prägenden Innenumbaus - Eine von zwei Mauern, die auf Wunsch unverputzt bleiben durften - Die Treppe wurde erneuert, aber Eichenholz durfte man nicht verwenden - Wiederentdecktes Zierstreifenmuster im Obergeschoss - Wohnzimmer mit Kachelofen - Niesche mit Vasen, Blumen, Madonna, Jesuskind und einem Rosenkranz - Restauriertes Gewölbe um 1900 mit einer Eisenschiene als Träger - Die "Gute Stube" mit dem "Herrgottswinkel" und restaurierten Bildern - Flur im Obergeschoss mit Altar, Möbeln und Hausratsgegenständen, die an frühere Zeiten erinnern.

Bürgerportrait: Alfred Schmid aus Menzlas - kreativer Krippenbau

Alfred Schmid aus Menzlas ist gelernter, passionierter Schreiner. Es liegt nun schon 20 Jahre zurück, dass er seine berufliche Tätigkeit bei einer großen Firma in Vorbach beendet hat. Nach seinem ausgefüllten Arbeitsleben wechselte er damals ins Rentnerdasein. Das Schreinern aber, das hat Ihn bis heute nicht losgelassen. So wurde es schließlich zu seinem Hobby. Zuerst fing er an, Rechen, Schlägel und Sensen zu machen, so, wie sie in der Landwirtschaft früher verwendet wurden. Dann kam eine Zeit, in der er zahlreiche Laternen aus Holz und Glas geschaffen hat. Beim Besuch einer Austellung hat er irgendwann Krippen-Laternen gesehen. Das wollte er auch versuchen. Ergebnis war, dass er ganz viele davon zusammenbaute und an Familienangehörige, Verwandte und Bekannte verschenkte. Immerhin waren es bis zum heutigen Tag über 100 Krippen-Laternen. Für so eine Krippen-Laterne verwendet Schmid Espenholz, das er in Oberhammermühle in passende Bretter zersägen lässt. Espenholz ist laut Schmid am besten für die Verarbeitung zu Laternen geeignet, weil es einerseits nicht so weich ist, wie z. B. Pappelholz, andererseits aber schön leicht. Da die meisten Laternen ja verschenkt werden, soll beim Einkauf gespart werden. Dies ist bei der Beschaffung der Heiligen Familie besonders schwer, weil es i. d. R. teurer ist, wenn man nur Maria, Josef und das Kindlein benötigt und nicht einen kompletten Figurensatz mit Ochs, Esel, Schafen, etc... kaufen möchte. Schmid weiß da die richtigen Quellen. Als Beleuchtung dient eine Fassung mit 12-Watt-Glühbirne, Kabel und Stecker für gewöhnliche Steckdosen. Ganz besonders raffiniert und sparfuchsig: Als Versteck und Abdeckung für den oberen Ausgang der Fassung wird eine halbe Blechbüchse ausgeschnitten, in die Form eines halben liegenden Zylinders mit Befestigungsflächen gebogen und mattschwarz angemalt. Schmid schmunzelt scherzhaft: "Das ist ein Betriebsgeheimnis". Die Krippen-Laternen haben 17 cm Breite und Tiefe und sind 31 cm hoch. Seiner Frau Resi hat er ein ganz besonders schönes Einzelstück mit einer sehr großen Heiligen Familie und Kupferdach geschenkt. Vor acht Jahren sah Schmid auf einem Weihnachtsmarkt Krippen. Das war der Anstoß dazu, selber auch welche zu bauen. 15 hat er schon geschaffen, verwendet dabei als Material alte Bretter aus abgerissenen Gebäuden, Wurzeln und Moose aus dem Wald. Die Gips- oder Holzfiguren werden gekauft, kleine Holzstapel, Gatter oder das Lagerfeuer dagegen selbst gefertigt. Schmids Werkstatt ist mit elektrischer Säge und Schleifmaschine bestens ausgestattet. Mittlerweile schreinert er auch lustige Osterhasen und Vogelhäuschen aus Fichtenholz mit integriertem Futtersilo - alles ohne Bauplan. Arbeiten mit Holz liegt ihm im Blut.

Fotos: Emil Jenne - Alfred Schmid zeigt uns eine seiner selbst gebauten Krippen-Laternen mit elektrischer Beleuchtung - Krippen, gefertigt von Alfred Schmid aus Menzlas - in seiner privaten Werkstatt sägt, hobelt und schleift Alfred Schmid Teile für Krippen und Vogelhäuschen zurecht - alternativ baut Alfred Schmid Vogelhäuschen und lustige Osterhasen. Für seine Frau Resi schuf er eine besondere, individuelle Krippen-Laterne.

Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Neandertalerzahn, Steinwerkzeuge und Tierwelt vor über 40.000 Jahren - Ende der Ausgrabungen in Hunas

Am 23. September warf ich wieder mein Stativ mit dem Fotoapparat auf meine Schulter und wanderte kräftig drauf los. Mein Auto parkte ich im Weiler Hunas, bei Hartmannshof in der Gemeinde Pommelsbrunn. Ich war noch nicht weit gelaufen, als ich am Tor des Steinbruchs am Steinberg einen Zettel hängen sah, der mich darüber informierte, dass man hier nur noch bis zum 30.09.2012 die Ausgrabungsstätte der Höhlenruine besuchen könne, weil sie geschlosssen wird. Einige Tage später besuchte ich neugierig das Grabungsteam vor Ort. Fast 40 Jahre lang wurden in mehreren Ausgrabungsphasen die über 12 m hohen Ablagerungen Schicht für Schicht abgetragen und das Fundgut gesammelt. Die systematische Auswertung und die Publikation der Funde und Befunde wird noch mindestens zehn Jahre dauern. In 5 m Tiefe (Schicht-Lage F2), wurde 1986 eine wirkliche Sensation entdeckt - ein Zahn eines Neandertalers. In dem Journal "Homo 57 (2006), 187 - 200", © Elsevier GmbH, erfährt man sogar, dass es ein rechter Weisheitszahn ist, der zu einem unserer menschlichen Vorfahren gehört, der mit größter Wahrscheinlichkeit in seiner dritten Lebensdekade gestorben ist. Man kann jedoch nicht ausschließen, dass er bis zu 45 Jahre alt war. Nur, wann ist er gestorben? Eine direkte genetische Altersbestimmung scheidet aus, weil man dazu den Zahn zerstören müsste. Aufgrund der Lage in einer Schicht mit mittelpaläolithischen Artefakten ist nach heutigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass es vor mindestens 40 Tsd. Jahren gewesen sein muss. In mehreren Schichten kamen Werkzeuge zu Tage, wie z. B. Schaber, teilweise aus ortsfremdem Rohmaterial. Eine genaue zeitliche Einordnung einzelner Schichten ist noch nicht möglich, da jetzt erst mit der Auswertung der Funde begonnen wird. Stand heute ist, dass alle Schichten zusammen in einem Zeitraum zwischen vor 100 Tsd. bis vor 40 Tsd. Jahren entstanden sind. Diese Zeitmarken sind neben der Fundauswertung zusätzlich durch Datierung anhand der untersten Sinterschicht und von Tropfsteinen nachgewiesen worden. Wann jedoch das Höhlendach einstürzte und die Höhle gänzlich verschüttet wurde, ist ungewiss. Bis zu ihrer Entdeckung durch den Paläontologen Florian Heller aus Erlangen im Mai 1956, der in Steinbrüchen nach verborgenen Höhlen suchte, lag sie jedenfalls in einem Dornröschenschlaf und war schon weitgehend zerstört. An meinem Besuchstag treffe ich auf vier fleißige Ausgräberinnen: Dr. Brigitte Hilpert, Dr. Dieta Ambros, Alina Götz und Inge Hohen-Ester, die sich mit Werkzeug, Schaufel und Besen Richtung Höhlenboden nach unten arbeiten und immer wieder letzte Funde in Plastiktütchen einpacken. Manche Knochen sind vom kohlensäurehaltigen Wasser stark zersetzt und bröselig. Die komplette Hunas-Fauna: 55% Säugetiere (sehr viele Kleinsäuger), 30% Vögel, 10 % Mollusken und 5% Reptilien und Amphibien. Über 145 Tierarten, darunter Riesenhirsch, Rentier, Waldnashorn, Bär, Höhlenlöwe, Pferd, Fische, sogar Zähne, Zehen- und Fingerknochen, Kiefer- und Schädelfragmente von Berberaffen (Makaken). Allesamt Zeugen eines Klimawandels von warmer Waldlandschaft zu trocken-kalter Steppe und Tundra. Dank gilt Prof. Dr. Ludwig Reisch, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Erlangen, sowie Dr. Brigitte Hilpert und Dr. Dieta Ambros, Institut für Paläontologie, Universität Erlangen.

Fotos: Die Ausgrabungsstätte am 27. September 2012, wenige Tage vor der endgültigen Schließung - Dr. Brigitte Hilpert, Dr. Dieta Ambros, Alina Götz und Inge Hohen-Ester suchen letzte Relikte in der untersten Schicht bis hinab zum Steinboden der ehemaligen Höhle - Gesammelte Bruchstückfunde von Stalagmiten und Stalagtiten der Höhlenruine - Dr. Brigitte Hilpert zeigt kleine Stalagtiten, die sich von den Stalagmiten dadurch unterscheiden, dass sie innen hohl sind. Im Hintergrund nähert sich ihre Kollegin Dr. Dieta Ambros gründlich suchend dem Höhlen-Steinboden - Gut erhaltener Kiefer eines Bären, knapp über dem Höhlenboden am 25. September 2012 ausgegraben - Oft sind die Knochenfunde brüchig und müssen für eine genauere Bestimmung zusammengesetzt werden.

Fotos: Institut für Paläontologie, Universität Erlangen, Dr. Brigitte Hilpert - Weisheitszahn eines Neandertalers aus der Höhlenruine im Steinberg bei Hunas - Kaufläche eines Makaken-Zahnes von Hunas. Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Erlangen, Prof. Dr. Ludwig Reisch - Steinwerkzeuge, die bei den Ausgrabungen in Hunas gefunden wurden.

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