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Dumbach-NEWs, Die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, Ausgabe Jan/Feb 2013 Januar Februar 2013, kostenlos, Titel-Themen: Eiszapfenpalast Riesenburg. Die Mühlen mahlen langsam beim Fledermausschutz. Was wird aus dem alten Pfarrhaus in Schlammersdorf? Ein normaler Tag im Leben des katholischen Seelsorgers von Kirchenthumbach. Reinhold Retzer - begeisterter Trompeter seit der Kindheit. Titel-Foto: Emil Jenne - Pater Benedikt zelebriert abends eine Messe in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs: Die neue Zeitung €žDumbach-NEWs€œ steht für freien und unabhängigen Journalismus. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind qualitativ hochwertig, sowie fair und kritisch recherchiert. Die Zeitung ist zugleich eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Was mich motiviert, sind die Reaktionen der Leser! Als ich z. B. den Pater Benedikt fotografisch einen Tag lang begleitete, hob dieser in der Schulklasse, in der er unterrichtet, die letzte Ausgabe der Zeitung hoch, dass alle Kinder sie sahen, und sagte: "Hallo Kinder, heute haben wir einen Gast da. Das ist der Herr Jenne von den Dumbach-NEWs ... kennt ihr diese Zeitung?" Und die Kinder riefen ganz laut und voller Begeisterung: "Jaaaaaaaaaaaa!". Ich muss sagen, da war ich baff. Diese Reaktion war der Lohn für meine ersten beiden Ausgaben! Soviel Zustimmung für meine unscheinbare Arbeit hätte ich nie und nimmer erwartet. Einfach toll. Die Menschen lesen mein Blatt. Wenn Ihnen ein Thema auf dem Herzen liegen sollte, kommen Sie bitte auf mich zu! Foto: Herausgeber emil-jenne@verlag-mensch-und-gedanke.de. Diese Zeitungsausgabe wurde gefördert von: Die Veröffentlichung dieser Ausgabe wurde durch die finanzielle Unterstützung in Form von kostenpflichtiger Inseratwerbung, politischer Information und Beiträge folgender Firmen, Parteien und Privatpersonen unterstützt: Full Service Werbeagentur Verlag Mensch und Gedanke PEPSITES websites, Inh. Emil Jenne - Hier kann Ihre Adresse stehen, wenn Sie in den Dumbach-NEWs inserieren! Foto: Emil Jenne - Drittklässler und Pater Benedikt (Dumbach-NEWs-Leser!). Impressum.
Ein normaler Tag im Leben des katholischen Seelsorgers von Kirchenthumbach: Es ist 7.15 Uhr. Auf dem Tisch im Pfarrhaus steht eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch und ohne Zucker. Nach dem Aufstehen um 6.45 Uhr mit anschließender Körperpflege und dem Anziehen €žbrauche ich erst mal meinen Kaffee€œ, erzählt Pater Benedikt Röder, Pfarradministrator und Leiter der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Kirchenthumbach. Gefrühstückt wird kalorienarm. Mit 37 Jahren sieht er sich nicht mehr als €žJüngster€œ und kämpft gegen das Zunehmen. €žBei Einladungen nein zu einem Kuchen zu sagen, ist schwierig,€œ bekennt der Ordensmann in bequemer, dunkler Kleidung mit Brille und lächelt. Er hört beim Frühstück immer leise Musik, meistens Klassik. Heute von der CD: Heinrich Ignatz Biber (1644 - 1704), Messe Missa Christi resurgentis. Manchmal ist das Radio an, mit modernen Songs, die ihm auch gefallen, vor allem, wenn sie von Sinnsuche oder Hoffnung handeln und spirituell ausgerichtet sind. Solche Liedtexte verwendet  er gern für die Predikt oder als Meditationstext im Gottesdienst. Es folgt das Morgengebet (Laudes) am selben Tisch, wobei der Geistliche immer wieder zum Kreuz hinübersieht. Heute schließt er seinen Neffen ins Gebet ein, der an Krebs leidet, und bittet um Frieden zwischen Israel und Palästina. Der Pater betet gerne an diesem Tisch, weil er €žspirituelle Bedeutung hat. Denn dort führt er Tauf-, Trau- und Trauergespräche. Auch das Abendmahl mit Jesus hat ja an einem Tisch stattgefunden. Von 8 bis 9.30 Uhr unterrichtet der Pater Kinder der 3. und 4. Klasse in der Volksschule Kirchenthumbach. Den Weg vom Pfarrhaus aus zum Schulgebäude geht er ganz einfach zu Fuß. Fotos: Emil Jenne - Pater Benedikt frühstückt im Pfarrhaus. Rechts: Morgengebet am Frühstückstisch und unterrichtet auch in der Volksschule Kirchenthumbach. Hier singt er gerade mit der dritten Klasse das Lied Gloria€œ. Der Prämonstratenser vor der Klosterkirche in Speinshart.
Die Kinder sind hochmotiviert und freuen sich, wenn ihr Lehrer mit ihnen gemeinsam ein Gebet spricht und das Lied €žGloria€œ singt. Auf die Frage des Paters, €žweiß jemand, was Gloria heißt?€œ, kommt ganz schnell die Antwort eines Kindes: €žJa, Ehre!€œ Nach dem Unterricht erledigt der Pater im Pfarrbüro von 9.30 bis 11.30 Uhr Schreibtischarbeiten und danach macht er sich auf ins Kloster Speinshart. Dort betet er um 12 Uhr das viertelstündige Mittagsgebet und isst mit den Prämonstratenser-Chorherren gemeinsam eine halbe Stunde im Klosterspeisesaal (Refektorium). Danach hat Pater Benedikt €žSiesta€œ, wie er es nennt, eine halbe Stunde Zeit für sich allein. €žMit dem Pendeln komme ich gut zurecht€œ, meint der Prämonstratenser. Er schätzt es, wenn er sich als allein wirkender Seelsorger einer Gemeinde mit seinen Mitbrüdern in der Gemeinschaft der Prämonstratenser-Chorherren in Speinshart austauschen kann. Pater Benedikt ist beides - Leiter einer Pfarrgemeinde und Ordensmann. Auch privat ist dies für ihn eine Bereicherung. €žEs ist schöner, wenn man ein Fußballspiel nicht alleine ansehen muss€œ, gesteht er nebenbei als begeisterter Fußball-Fan, der stolz auf seinen Borussia-Schal ist. Der weitere Tagesverlauf: 14.30 bis 16 Uhr Treffen mit Geistlichen des Lkr. NEW zur mtl. Dekanatskonferenz, diesmal in Eschenbach. Zuerst gemeinsam beten, dann über das Thema des Monats "Datenschutz" reden. Danach Schreibtischarbeit im Pfarrbüro und Joggen nach Asbach und Görglas. 18 Uhr Abendessen und Abendgebet. Pater Benedikt zeigt Foto: E. Jenne - Pforte zum Kloster, Tür zum Speisesaal und Mittagstisch  der Prämonstratenser-Chorherren in Speinshart, der Pater in der  kath. Kirche in Eschenbach im Kollegenkreis betend vor der Dekanatskonferenz. Alle sind Geistliche im Lkr. NEW, Abendgebet im Pfarrhaus, der Seelsorger jogged gerne und ist als Fußball-Fan stolz auf seinen Borussia-Schal.
Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Eiszapfenpalast Riesenburg: Im Januar und Februar scheint die Welt oft sehr trostlos zu sein. Es ist kalt.  Schmutziger oder weißer Schnee lastet schwer auf der Erde. Es ist die Zeit der kurzen und wolkenverhangenen Tage. Die Farben halten Winterschlaf und wirken blass und fahl. Wer geht in dieser Jahreszeit schon gerne aus dem Haus?
Dennoch machte ich mich an einem trüben Januartag auf, offen und erwartungslos die Riesenburg zu besuchen. Das ist eine uralte Höhle, die im Laufe von Zehntausenden von Jahren zur Ruine geworden ist. Ausgehöhlt, verfüllt, abgetragen und eingestürzt. Von den Treppenstufen, die Foto: Die Höhlenruine Riesenburg mit ihren drei Felsbögen im Januar.
in der warmen Jahreszeit einen bequemen Aufstieg im Inneren der Höhle ermöglichen, war jetzt nur der Handlauf zu sehen. Eine völlig unberührte Schneedecke, teilweise bis zu 70 cm tief, durchwatete ich vorsichtig und mühsam bis zum Eingang hinauf. Mit jedem Schritt drang Schnee in meine Bergschuhe und in die Hose ein, die Knie verschwanden ganz. In der Höhle war dann weniger Schnee, dafür aber blankes Eis. Auf allen Vieren kämpfte ich mich langsam und schwitzend nach oben. Ich fragte mich: €žWas tust Du eigentlich hier - ganz allein - weit und breit niemand?€œ Um mich herum war Stille. Kein Laut. Nur ich. Wie ein Eindringling in eine heilige, fremde Märchenwelt. Doch ich wurde belohnt: Ich durfte die Winterzauberwelt der Fränkischen Schweiz erleben. Fotos: Emil Jenne - Vom zweiten Ausgang am oberen Teil der Riesenburg aus bietet sich ein Ausblick ins schneebedeckte Wiesenttal. Eiszapfenbart an der wasserdurchlässigen Höhlendecke. Stalagmitenähnliche Eiszapfen auf dem Höhlenruinenboden.
Werbeinserat Verlag Mensch und Gedanke, Full Service Werbeagentur, PEPSITES websites, PEPSITES verwirklicht Websites! Bürgerportrait: Reinhold Retzer - begeisterter Trompeter seit der Kindheit: Musizieren ist für Reinhold Retzer ein nicht mehr wegzudenkender wichtiger Bestandteil seines Lebens. Er beschreibt das so: €žWenn keine Musik mehr wär€˜, das wär€˜ ganz schlimm. Musik ist von mir einfach das i-Tüpferl! Sie gibt einem was und baut auf. Selbst wenn man mal einen Durchhänger hat, hebt Musik das Gemüt.€œ Retzer kam in Foto: Emil Jenne - Reinhold Retzer musiziert auf seinem B-Flügelhorn.
Kirchenthumbach im Gasthof Post zur Welt. Seine Eltern, Irmgard und Reinhold Retzer, waren damals Pächter dieser Gastronomie. Ab dem zweiten Lebensjahr wuchs der €žReiner€œ, wie er gerufen wird, bei Oma Erna und Opa Georg in der Gaststätte Haselmühle auf. Dort spielte der Opa mit Gitarre oder Geige, der Vater mit seinem Akkordeon z. B. zur Kirwa auf. €žDer kloa€˜ Bua Reiner hod si€˜ des o€˜g€˜schaut und wollt€˜ auch mitspui€˜n€œ, so erinnert sich Retzer an seinen ersten Einstieg in seine Karriere als Trompeter. Am 18.11.2012 - es ist Volkstrauertag - hört man in Sassenreuth Blasmusik zur Kirche hin näherrücken. Eine Abordnung der Blaskapelle Kirchenthumbach begleitet Bürgermeister, Gemeinderäte und Vereine musikalisch zum Kriegerdenkmal. Retzer ist aktiv dabei. Die Musiker treffen sich zur Pause in der Gaststätte, trinken etwas und ratschen miteinander. Retzer erzählt, dass er sich von Anfang an mit der Trompete leicht tat, konnte gleich mit dem Vater mitspielen. Mit Akkordeon und Gitarre hat Retzer auch schon musiziert, aber €žich habe mehr den Hang zur Trompete€œ, erzählt er, und weiter: €žZu Hause steht ein Klavier€œ, das gelegentlich von Kindern zum Herantasten an die Musik durch Klimpern oder von Gastmusikern genutzt wird. €žIch selbst spiele darauf nicht.€œ Auf dem Tisch liegen die Instrumente aller Musiker, eins davon ist Retzers B-Flügelhorn Miraphone Premium. Die Backen erzeugen den notwendigen Druck. Zunge und Lippen formen den Klang. Mit den Tasten kann Retzer fast 2 1/2 Oktaven ertönen lassen, vom tiefen G bis zum hohen D. Mit 8 Jahren wurde Retzer aktiver Musiker der Auerbacher Knabenkapelle. Seine Geschwister folgten ihm dorthin nach. Die gesamte Familie ist musikalisch, spielte früher mit dem Vater zusammen in der Haselmühle, manchmal auswärts. Retzers Tochter Rebecca hat Querflöte gelernt, Sohn Roman (17 J.) spielt Posaune und sogar Reiners Ehefrau Renate begann vor 4 bis 5 Jahren, Musik zu machen - mit einer Veeh-Harfe. Nach dem Knabenalter ging Retzer zur Blaskapelle Kirchenthumbach. Aktiv beim Nordbayerischen Musikbund e. V. ist er schon seit 1972, also mittler- Fotocollage: Emil Jenne - Reinhold Retzer (li. oben und re. unten) mit Musikern der Blaskapelle Kirchenthumbach in Sassenreuth am Volkstrauertag Fotos: Emil Jenne - Retzer, hier unter Musikerfreunden, zeigt ein Ehrenabzeichen des Nordbay. Musikbundes - er hat eins für 30- und eins f. 40-jährige aktive Mitgliedschaft.
weile 40 Jahre. Für Reiner ist es ein Unterschied, ob er in einer Blaskapelle oder spontan bei einem Musikertreffen Musik macht. Letzteres gefällt ihm am allerbesten. Musik machen zieht sich durch Reiners ganzes Leben. Während seiner Bundeswehrzeit bei den Panzergrenadieren in Oberviechtach trat er mit der Bataillonskapelle an Bällen und Festen auf. Retzer erzählt: €žDer Spieß war sehr daran interessiert, dass wir uns zusammentaten und erlaubte uns sogar, dass wir während der Dienstzeiten proben!€œ Noch heute besuchen sich die Kameraden gegenseitig und musizieren an ihren Geburtstagen. Mit der Auerbacher Knabenkapelle fuhr Retzer 1983 nach Hamburg zum 18. Chorfest des Deutschen Sängerbundes. Als Elektroinstallateur ist er viel unterwegs und probt auswärts abends mit Schalldämpfer. Zuhause gibt es noch ein Hobby: Die Haselmühle umbauen. Die öffnungszeiten an der Werkstatt (Sa. 8 - 10 Uhr) verraten aber, dass er meistens in der Arbeit oder beim Musizieren ist. Fotos: Emil Jenne - Eingang zur privaten Werkstatt. Im Haus steht ein Klavier, auf dem Kinder gerne klimpern. Die Haselmühle ist das Zuhause von Reinhold Retzer. Reinhold Retzer umrahmt von Momenten seines Lebens (Fotos 1 bis 5 von R. Retzer). Pfeile deuten auf den €žReiner€œ: (1) Familienbild mit VW Käfer, 1969, v. l. n. r. Schwester Heidi, Oma Erna, Cousine Gabi, Bruder Markus, Schwestern Petra und Sandra, Reiner und Vater Reinhold. (2) €žKapelle Retzer€œ, die musizierende Familie, v. l. n. r. Schwester Silvia (C-Klarinette), Vater Reinhold (Akkordeon), Bruder Rudolf (Trompete), Reiner (Gitarre und Trompete), Bruder Markus (Posaune), 1980, Gaststätte Haselmühle. (3) Auerbacher Knabenkapelle b. 18. Chorfest d. Dt. Sängerbundes, 1983, Hamburg. (4) Musikkapelle bei der Bundeswehr im Oberviechtacher Panzergrenadier-Bataillon, 1983. (5) Kameraden spielen dem Reiner an seinem 40. Geburtstag ein Ständchen, Gaststätte Haselmühle.
Die Mühlen mahlen langsam beim Fledermausschutz: Fledermäuse sind unscheinbare, nachtaktive Säugetiere. Sie verstecken sich am Tag. Einst nutzten sie ausschließlich natürliche Unterschlupfmöglichkeiten wie Baumhöhlen, Stammrisse, abgeplatzte Borken, Spalten in Felsen und Höhlen. Doch solche Winkel wurden im Laufe der Zeit durch die Kultivierung der Landschaft immer weniger. Die Tiere passten sich an, folgten dem Menschen und fanden Ausweichquartiere an Gebäuden, z. B. zwischen Wand und Holzverkleidung oder Balken, in Fugen an Fassadenplatten, in Rollladenkästen, hinter Windbrettern und Dachkästen, unter Dachabschlüssen, hinter sonnenseitigen Fensterläden, in Spalten von unverputzten Mauerwerken oder in Betonlöchern.  Trotzdem: Besonders in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg verringerten sich die Fledermaus-Bestände in Deutschland drastisch. Mit der aktuellen Energiewende fallen viele dieser Quartiere nun weg - z. B. durch Dämmung. Hinzu kommen Todesfallen: Die Propeller der neuen Windkraftwerke erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Fliegt eine Fledermaus zu nahe daran vorbei, stirbt sie auf der Stelle an den Druckverhältnissen und fällt zur Erde. In Bayern sind einige Arten mittlerweile vom Aussterben bedroht und fast alle Arten streng geschützt. Fledermausschutz heißt, die Vielfalt einer Landschaft zu erhalten oder wieder herzustellen. Dies kommt nebenbei auch vielen seltener werdenden Tierarten zugute. Gefährdungen von Sommerquartieren auf Dachböden und alten oder abgestorbenen höhlenreichen Bäumen sind abzuwehren. Fledermäuse suchen diese im März/April nach dem Winterschlaf auf. Sie dienen den Weibchen u.a. als Wochenstuben zur Aufzucht des Nachwuchses. Im Wald mit forstwirtschaftlicher Nutzung fehlt das Altholz. Dort können als Ausgleich Fledermauskästen angebracht werden, ebenso an gedämmten Gebäuden. Fotocollage: Dr. Andreas Zahn (Vordergrundfoto Fledermaus) und Emil Jenne (Hintergrundfoto Keller) - Ein Braunes Langohr. Es jagd in Gebüschen, Baumkronen, Wäldern und Kuhställen nach Insekten. Diese Fledermäuse brauchen im Sommer Dachstühle und Baumhöhlen, im Winter Keller, Stollen und Höhlen als Quartier..
DEUTSCHE POST DHL unterstützt den Fledermausschutz. Im Winter halten die Fledermäuse Winterruhe in Spalten von feuchten Höhlen oder Bierkellern. Die Körpertemperatur fällt dabei auf die Umgebungstemperatur ab, der Herzschlag wird stark verlangsamt, damit so wenig wie möglich Energie verbraucht wird. Die Tiere nehmen Geräusche und Licht immer noch wahr. Werden die Tiere gestört, rütteln sie sich zur Flucht wach und verlieren dabei zuviel Reserven, die sie im Frühjahr für die ersten Jagdversuche bräuchten, um in die neue Saison erfolgreich hineinstarten zu können. Bierkeller sind also für den Fledermausschutz gerade in unserer Gegend wichtig. In Altzirkendorf z. B. gibt es einen baufälligen Bierkeller in Privatbesitz. Die untere Naturschutzbehörde nahm in 2012 mit dem Eigentümer Kontakt auf und regte an, den Keller aus Fledermausschutzgründen sanieren zu lassen. Dazu könnte eine Förderung beantragt werden. Bei der Antragstellung ist der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V. behilflich. Der Haken: Ein Eigenanteil muss aufgebracht werden - sei es vom Eigentümer selbst, von der Gemeinde Kirchenthumbach oder von Dritten. Es dauert Monate, bis sich jemand findet, diesen Eigenanteil zu übernehmen. Die Mühlen mahlen langsam beim Fledermausschutz. Der Eigentümer nutzt den Keller überhaupt nicht mehr, warum also sollte er Geld hineinstecken? Der Bauausschuss Kirchenthumbach hat abgewunken. Die Ortsgruppe Kirchenthumbach des Bund Naturschutz, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Reinhold Wilterius, hat bereits auf dem Schönsteiner Berg einen Bierkeller in Eigenarbeit vorbildlich restauriert. Aber der Keller in Altzirkendorf ist €žeine Nummer zu groß für uns€œ, meint er, €žda in diesem Fall eine Baufirma ran muss€œ. Fledermausberater Markus Liebl, der Vorträge hält und gefördert von der DEUTSCHEN POST hunderte von Stunden im Jahr Fledermauskästen anbringt, Fragen beantwortet, usw... macht Mut und meint: €žIch kenne die Vertreter des Naturparks, der Höheren und Unteren Naturschutzbehörde und bin von deren Arbeit tief beeindruckt. Schau€˜n wir mal!€œ Dank für ausführliche Informationen an Landrat Simon Wittmann u. Mathilde Müllner, Naturpark NOW, für Foto €žBraunes Langohr€œ an Dr. Andreas Zahn, Koordinationsstelle für Fledermausschutz Südbayern, an Reinhold Wilterius, BN Ortsgruppe Kirchenthumbach und Fledermausberater Markus Liebl. Fotos: Emil Jenne - Die kath. Kirche Weißenbrunn. Foto: Markus Liebl - Im Dach dieser Kirche hängen gut versteckt Braune Langohren Markus Liebl zeigt bei einem Vortrag bei der VHS Eschenbach u.a. ein Foto von einer Zwergfledermaus. Werbeinserat: Im Timer vormerken und bei der VHS Eschenbach westlicher Landkreis NEW per E-Mail info@vhs-eschenbach.de oder Telefon (0 96 45) 8283 anmelden: Fledermaus-Nachtwanderung, Kursleiter: Markus Liebl, Ort: Obersee, Treffpunkt Schotterparkplatz Glutschaufel, Eschenbach, Datum: Freitag, 26.07.2013, Uhrzeit: 21.30 bis 23.00 Uhr, Gebühr: kostenlos, Details: Bitte festes Schuhwerk und Taschenlampe für d. Rückweg mitbringen, Boogie Woogie Tanz, Kursleiter: Emil Jenne und Anna Gette, Ort: Förderschule Eschenbach, Aula, Datum: 8 Donnerstage ab 24.01.2013, Uhrzeit: 18.30 bis 20.00 Uhr, Gebühr: 69,00 Euro, Details: Tanzen Sie gekonnt zu Swing-Musik, Jive und Rock€˜n€˜Roll - ohne Akrobatik. Bitte paarweise anmelden.
Was wird aus dem alten Pfarrhaus in Schlammersdorf? Das ehemalige Pfarrhaus Am Pfarrhof 5 in Schlammersdorf darf abgebrochen werden. Am 12.10.2012 hat das Landesamt für Denkmalpflege das Gebäude auf seine Denkmaleigenschaften hin überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass es sich um ein einfaches Haus ohne denkmalrelevante Ausstattung handelt, das vielfach umgebaut worden ist. Eine Erhaltung aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder volkskundlichen Gründen liegt nicht im Interesse der Allgemeinheit. Entsteht künftig ein schöner Platz vor der Kirche? Es bleibt spannend. Herzlichen Dank für die Information an Dr. Christian Dümler vom BLfD. Fotos: Emil Jenne - Pfarrkirche St. Lucia und altes Pfarrhaus in Schlammersdorf (25.10.2012). Werbeinserat: Disco-Party Terminkalender / Ausgeh-Tips: Diskothek NiteZone Weiden, Liebigstr. 12-13, 92637 Weiden.

Dumbach-NEWs, Die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, Ausgabe Jan/Feb 2013 Januar Februar 2013, kostenlos

Titel-Foto: Emil Jenne - Pater Benedikt zelebriert abends eine Messe in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs

Die neue Zeitung "Dumbach-NEWs" steht für freien und unabhängigen Journalismus. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind qualitativ hochwertig, sowie fair und kritisch recherchiert. Die Zeitung ist zugleich eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Was mich motiviert, sind die Reaktionen der Leser! Als ich z. B. den Pater Benedikt fotografisch einen Tag lang begleitete, hob dieser in der Schulklasse, in der er unterrichtet, die letzte Ausgabe der Zeitung hoch, dass alle Kinder sie sahen, und sagte: "Hallo Kinder, heute haben wir einen Gast da. Das ist der Herr Jenne von den Dumbach-NEWs ... kennt ihr diese Zeitung?" Und die Kinder riefen ganz laut und voller Begeisterung: "Jaaaaaaaaaaaa!". Ich muss sagen, da war ich baff. Diese Reaktion war der Lohn für meine ersten beiden Ausgaben! Soviel Zustimmung für meine unscheinbare Arbeit hätte ich nie und nimmer erwartet. Einfach toll. Die Menschen lesen mein Blatt. Wenn Ihnen ein Thema auf dem Herzen liegen sollte, kommen Sie bitte auf mich zu!

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Full Service Werbeagentur Verlag Mensch und Gedanke PEPSITES websites, Inh. Emil Jenne. Impressum.

Ein normaler Tag im Leben des katholischen Seelsorgers von Kirchenthumbach

Es ist 7.15 Uhr. Auf dem Tisch im Pfarrhaus steht eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch und ohne Zucker. Nach dem Aufstehen um 6.45 Uhr mit anschließender Körperpflege und dem Anziehen "brauche ich erst mal meinen Kaffee", erzählt Pater Benedikt Röder, Pfarradministrator und Leiter der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Kirchenthumbach. Gefrühstückt wird kalorienarm. Mit 37 Jahren sieht er sich nicht mehr als "Jüngster" und kämpft gegen das Zunehmen. "Bei Einladungen nein zu einem Kuchen zu sagen, ist schwierig," bekennt der Ordensmann in bequemer, dunkler Kleidung mit Brille und lächelt. Er hört beim Frühstück immer leise Musik, meistens Klassik. Heute von der CD: Heinrich Ignatz Biber (1644 - 1704), Messe Missa Christi resurgentis. Manchmal ist das Radio an, mit modernen Songs, die ihm auch gefallen, vor allem, wenn sie von Sinnsuche oder Hoffnung handeln und spirituell ausgerichtet sind. Solche Liedtexte verwendet er gern für die Predikt oder als Meditationstext im Gottesdienst. Es folgt das Morgengebet (Laudes) am selben Tisch, wobei der Geistliche immer wieder zum Kreuz hinübersieht. Heute schließt er seinen Neffen ins Gebet ein, der an Krebs leidet, und bittet um Frieden zwischen Israel und Palästina. Der Pater betet gerne an diesem Tisch, weil er "spirituelle Bedeutung" hat. Denn dort führt er Tauf-, Trau- und Trauergespräche. Auch das Abendmahl mit Jesus hat ja an einem Tisch stattgefunden. Von 8 bis 9.30 Uhr unterrichtet der Pater Kinder der 3. und 4. Klasse in der Volksschule Kirchenthumbach. Den Weg vom Pfarrhaus aus zum Schulgebäude geht er ganz einfach zu Fuß. Auf die Frage des Paters, "weiß jemand, was Gloria heißt?", kommt ganz schnell die Antwort eines Kindes: "Ja, Ehre!" Nach dem Unterricht erledigt der Pater im Pfarrbüro von 9.30 bis 11.30 Uhr Schreibtischarbeiten und danach macht er sich auf ins Kloster Speinshart. Dort betet er um 12 Uhr das viertelstündige Mittagsgebet und isst mit den Prämonstratenser-Chorherren gemeinsam eine halbe Stunde im Klosterspeisesaal (Refektorium). Danach hat Pater Benedikt "Siesta", wie er es nennt, eine halbe Stunde Zeit für sich allein. "Mit dem Pendeln komme ich gut zurecht", meint der Prämonstratenser. Er schätzt es, wenn er sich als allein wirkender Seelsorger einer Gemeinde mit seinen Mitbrüdern in der Gemeinschaft der Prämonstratenser-Chorherren in Speinshart austauschen kann. Pater Benedikt ist beides - Leiter einer Pfarrgemeinde und Ordensmann. Auch privat ist dies für ihn eine Bereicherung. "Es ist schöner, wenn man ein Fußballspiel nicht alleine ansehen muss", gesteht er nebenbei als begeisterter Fußball-Fan, der stolz auf seinen Borussia-Schal ist. Der weitere Tagesverlauf: 14.30 bis 16 Uhr Treffen mit Geistlichen des Lkr. NEW zur mtl. Dekanatskonferenz, diesmal in Eschenbach. Zuerst gemeinsam beten, dann über das Thema des Monats "Datenschutz" reden. Danach Schreibtischarbeit im Pfarrbüro und Joggen nach Asbach und Görglas. 18 Uhr Abendessen und Abendgebet. Pater Benedikt zeigt mir ein Foto von seiner persönlichen Papst-Audienz im Jahr 1999. Um 19 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Ehrung von Chormitgliedern. Auf dem Weg zur Kirche miauzt eine Katze und Pater Benedikt macht nochmal kehrt: "Die besucht mich immer. Komm, du kriegst was von mir", sagt er und versorgt sie noch mit Leckerlis. Nach der Messe gratuliert er um 20 Uhr dem Max Böhme zu seinem 18. Geburtstag, überreicht ihm einen Rosenkranz für das Auto und feiert mit.

Foto: E. Jenne - Pforte zum Kloster, Tür zum Speisesaal und Mittagstisch der Prämonstratenser-Chorherren in Speinshart, der Pater in der kath. Kirche in Eschenbach im Kollegenkreis betend vor der Dekanatskonferenz. Alle sind Geistliche im Lkr. NEW, Abendgebet im Pfarrhaus, der Seelsorger jogged gerne und ist als Fußball-Fan stolz auf seinen Borussia-Schal.

Fotos: Emil Jenne - Drittklässler und Pater Benedikt (Dumbach-NEWs-Leser!). Pater Benedikt frühstückt im Pfarrhaus. Morgengebet am Frühstückstisch. Er unterrichtet auch in der Volksschule Kirchenthumbach. Hier singt er gerade mit der dritten Klasse das Lied "Gloria". Der Prämonstratenser vor der Klosterkirche in Speinshart. Die Kinder sind hochmotiviert und freuen sich, wenn ihr Lehrer mit ihnen gemeinsam ein Gebet spricht und das Lied "Gloria" singt.

Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Eiszapfenpalast Riesenburg

Im Januar und Februar scheint die Welt oft sehr trostlos zu sein. Es ist kalt. Schmutziger oder weißer Schnee lastet schwer auf der Erde. Es ist die Zeit der kurzen und wolkenverhangenen Tage. Die Farben halten Winterschlaf und wirken blass und fahl. Wer geht in dieser Jahreszeit schon gerne aus dem Haus? Dennoch machte ich mich an einem trüben Januartag auf, offen und erwartungslos die Riesenburg zu besuchen. Das ist eine uralte Höhle, die im Laufe von Zehntausenden von Jahren zur Ruine geworden ist. Ausgehöhlt, verfüllt, abgetragen und eingestürzt. Von den Treppenstufen, die in der warmen Jahreszeit einen bequemen Aufstieg im Inneren der Höhle ermöglichen, war jetzt nur der Handlauf zu sehen. Eine völlig unberührte Schneedecke, teilweise bis zu 70 cm tief, durchwatete ich vorsichtig und mühsam bis zum Eingang hinauf. Mit jedem Schritt drang Schnee in meine Bergschuhe und in die Hose ein, die Knie verschwanden ganz. In der Höhle war dann weniger Schnee, dafür aber blankes Eis. Auf allen Vieren kämpfte ich mich langsam und schwitzend nach oben. Ich fragte mich: "Was tust Du eigentlich hier - ganz allein - weit und breit niemand?" Um mich herum war Stille. Kein Laut. Nur ich. Wie ein Eindringling in eine heilige, fremde Märchenwelt. Doch ich wurde belohnt: Ich durfte die Winterzauberwelt der Fränkischen Schweiz erleben.

Fotos: Emil Jenne - Die Höhlenruine Riesenburg mit ihren drei Felsbögen im Januar. Vom zweiten Ausgang am oberen Teil der Riesenburg aus bietet sich ein Ausblick ins schneebedeckte Wiesenttal. Eiszapfenbart an der wasserdurchlässigen Höhlendecke. Stalagmitenähnliche Eiszapfen auf dem Höhlenruinenboden.

Werbeinserat Verlag Mensch und Gedanke, Full Service Werbeagentur, PEPSITES websites, PEPSITES verwirklicht Websites!

Bürgerportrait: Reinhold Retzer - begeisterter Trompeter seit der Kindheit

Musizieren ist für Reinhold Retzer ein nicht mehr wegzudenkender wichtiger Bestandteil seines Lebens. Er beschreibt das so: "Wenn keine Musik mehr wär, das wär ganz schlimm. Musik ist von mir einfach das i-Tüpferl! Sie gibt einem was und baut auf. Selbst wenn man mal einen Durchhänger hat, hebt Musik das Gemüt." Retzer kam in Kirchenthumbach im Gasthof Post zur Welt. Seine Eltern, Irmgard und Reinhold Retzer, waren damals Pächter dieser Gastronomie. Ab dem zweiten Lebensjahr wuchs der "Reiner", wie er gerufen wird, bei Oma Erna und Opa Georg in der Gaststätte Haselmühle auf. Dort spielte der Opa mit Gitarre oder Geige, der Vater mit seinem Akkordeon z. B. zur Kirwa auf. "Der kloa Bua Reiner hod si des ogschaut und wollt auch mitspuin", so erinnert sich Retzer an seinen ersten Einstieg in seine Karriere als Trompeter. Am 18.11.2012 - es ist Volkstrauertag - hört man in Sassenreuth Blasmusik zur Kirche hin näherrücken. Eine Abordnung der Blaskapelle Kirchenthumbach begleitet Bürgermeister, Gemeinderäte und Vereine musikalisch zum Kriegerdenkmal. Retzer ist aktiv dabei. Die Musiker treffen sich zur Pause in der Gaststätte, trinken etwas und ratschen miteinander. Retzer erzählt, dass er sich von Anfang an mit der Trompete leicht tat, konnte gleich mit dem Vater mitspielen. Mit Akkordeon und Gitarre hat Retzer auch schon musiziert, aber "ich habe mehr den Hang zur Trompete", erzählt er, und weiter: "Zu Hause steht ein Klavier", das gelegentlich von Kindern zum Herantasten an die Musik durch Klimpern oder von Gastmusikern genutzt wird. "Ich selbst spiele darauf nicht." Auf dem Tisch liegen die Instrumente aller Musiker, eins davon ist Retzers B-Flügelhorn Miraphone Premium. Die Backen erzeugen den notwendigen Druck. Zunge und Lippen formen den Klang. Mit den Tasten kann Retzer fast 2 1/2 Oktaven ertönen lassen, vom tiefen G bis zum hohen D. Mit 8 Jahren wurde Retzer aktiver Musiker der Auerbacher Knabenkapelle. Seine Geschwister folgten ihm dorthin nach. Die gesamte Familie ist musikalisch, spielte früher mit dem Vater zusammen in der Haselmühle, manchmal auswärts. Retzers Tochter Rebecca hat Querflöte gelernt, Sohn Roman (17 J.) spielt Posaune und sogar Reiners Ehefrau Renate begann vor 4 bis 5 Jahren, Musik zu machen - mit einer Veeh-Harfe. Nach dem Knabenalter ging Retzer zur Blaskapelle Kirchenthumbach. Aktiv beim Nordbayerischen Musikbund e. V. ist er schon seit 1972, also mittlerweile 40 Jahre. Für Reiner ist es ein Unterschied, ob er in einer Blaskapelle oder spontan bei einem Musikertreffen Musik macht. Letzteres gefällt ihm am allerbesten. Musik machen zieht sich durch Reiners ganzes Leben. Während seiner Bundeswehrzeit bei den Panzergrenadieren in Oberviechtach trat er mit der Bataillonskapelle an Bällen und Festen auf. Retzer erzählt: "Der Spieß war sehr daran interessiert, dass wir uns zusammentaten und erlaubte uns sogar, dass wir während der Dienstzeiten proben!" Noch heute besuchen sich die Kameraden gegenseitig und musizieren an ihren Geburtstagen. Mit der Auerbacher Knabenkapelle fuhr Retzer 1983 nach Hamburg zum 18. Chorfest des Deutschen Sängerbundes. Als Elektroinstallateur ist er viel unterwegs und probt auswärts abends mit Schalldämpfer. Zuhause gibt es noch ein Hobby: Die Haselmühle umbauen. Die öffnungszeiten an der Werkstatt (Sa. 8 - 10 Uhr) verraten aber, dass er meistens in der Arbeit oder beim Musizieren ist.

Fotos: Emil Jenne - Reinhold Retzer (li. oben und re. unten) mit Musikern der Blaskapelle Kirchenthumbach in Sassenreuth am Volkstrauertag. Retzer, hier unter Musikerfreunden, zeigt ein Ehrenabzeichen des Nordbay. Musikbundes - er hat eins für 30- und eins f. 40-jährige aktive MitgliedschaftEingang zur privaten Werkstatt. Im Haus steht ein Klavier, auf dem Kinder gerne klimpern. Die Haselmühle ist das Zuhause von Reinhold Retzer. Reinhold Retzer umrahmt von Momenten seines Lebens (Fotos 1 bis 5 von R. Retzer). Pfeile deuten auf den "Reiner": (1) Familienbild mit VW Käfer, 1969, v. l. n. r. Schwester Heidi, Oma Erna, Cousine Gabi, Bruder Markus, Schwestern Petra und Sandra, Reiner und Vater Reinhold. (2) "Kapelle Retzer", die musizierende Familie, v. l. n. r. Schwester Silvia (C-Klarinette), Vater Reinhold (Akkordeon), Bruder Rudolf (Trompete), Reiner (Gitarre und Trompete), Bruder Markus (Posaune), 1980, Gaststätte Haselmühle. (3) Auerbacher Knabenkapelle b. 18. Chorfest d. Dt. Sängerbundes, 1983, Hamburg. (4) Musikkapelle bei der Bundeswehr im Oberviechtacher Panzergrenadier-Bataillon, 1983. (5) Kameraden spielen dem Reiner an seinem 40. Geburtstag ein Ständchen, Gaststätte Haselmühle.

Die Mühlen mahlen langsam beim Fledermausschutz

Fledermäuse sind unscheinbare, nachtaktive Säugetiere. Sie verstecken sich am Tag. Einst nutzten sie ausschließlich natürliche Unterschlupfmöglichkeiten wie Baumhöhlen, Stammrisse, abgeplatzte Borken, Spalten in Felsen und Höhlen. Doch solche Winkel wurden im Laufe der Zeit durch die Kultivierung der Landschaft immer weniger. Die Tiere passten sich an, folgten dem Menschen und fanden Ausweichquartiere an Gebäuden, z. B. zwischen Wand und Holzverkleidung oder Balken, in Fugen an Fassadenplatten, in Rollladenkästen, hinter Windbrettern und Dachkästen, unter Dachabschlüssen, hinter sonnenseitigen Fensterläden, in Spalten von unverputzten Mauerwerken oder in Betonlöchern. Trotzdem: Besonders in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg verringerten sich die Fledermaus-Bestände in Deutschland drastisch. Mit der aktuellen Energiewende fallen viele dieser Quartiere nun weg - z. B. durch Dämmung. Hinzu kommen Todesfallen: Die Propeller der neuen Windkraftwerke erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Fliegt eine Fledermaus zu nahe daran vorbei, stirbt sie auf der Stelle an den Druckverhältnissen und fällt zur Erde. In Bayern sind einige Arten mittlerweile vom Aussterben bedroht und fast alle Arten streng geschützt. Fledermausschutz heißt, die Vielfalt einer Landschaft zu erhalten oder wieder herzustellen. Dies kommt nebenbei auch vielen seltener werdenden Tierarten zugute. Gefährdungen von Sommerquartieren auf Dachböden und alten oder abgestorbenen höhlenreichen Bäumen sind abzuwehren. Fledermäuse suchen diese im März/April nach dem Winterschlaf auf. Sie dienen den Weibchen u.a. als Wochenstuben zur Aufzucht des Nachwuchses. Im Wald mit forstwirtschaftlicher Nutzung fehlt das Altholz. Dort können als Ausgleich Fledermauskästen angebracht werden, ebenso an gedämmten Gebäuden.

Fotocollage: Dr. Andreas Zahn (Vordergrundfoto Fledermaus) und Emil Jenne (Hintergrundfoto Keller) - Ein Braunes Langohr. Es jagd in Gebüschen, Baumkronen, Wäldern und Kuhställen nach Insekten. Diese Fledermäuse brauchen im Sommer Dachstühle und Baumhöhlen, im Winter Keller, Stollen und Höhlen als Quartier. WERBUNG: Die DEUTSCHE POST DHL unterstützt den Fledermausschutz.

Im Winter halten die Fledermäuse Winterruhe in Spalten von feuchten Höhlen oder Bierkellern. Die Körpertemperatur fällt dabei auf die Umgebungstemperatur ab, der Herzschlag wird stark verlangsamt, damit so wenig wie möglich Energie verbraucht wird. Die Tiere nehmen Geräusche und Licht immer noch wahr. Werden die Tiere gestört, rütteln sie sich zur Flucht wach und verlieren dabei zuviel Reserven, die sie im Frühjahr für die ersten Jagdversuche bräuchten, um in die neue Saison erfolgreich hineinstarten zu können. Bierkeller sind also für den Fledermausschutz gerade in unserer Gegend wichtig. In Altzirkendorf z. B. gibt es einen baufälligen Bierkeller in Privatbesitz. Die untere Naturschutzbehörde nahm in 2012 mit dem Eigentümer Kontakt auf und regte an, den Keller aus Fledermausschutzgründen sanieren zu lassen. Dazu könnte eine Förderung beantragt werden. Bei der Antragstellung ist der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V. behilflich. Der Haken: Ein Eigenanteil muss aufgebracht werden - sei es vom Eigentümer selbst, von der Gemeinde Kirchenthumbach oder von Dritten. Es dauert Monate, bis sich jemand findet, diesen Eigenanteil zu übernehmen. Die Mühlen mahlen langsam beim Fledermausschutz. Der Eigentümer nutzt den Keller überhaupt nicht mehr, warum also sollte er Geld hineinstecken? Der Bauausschuss Kirchenthumbach hat abgewunken. Die Ortsgruppe Kirchenthumbach des Bund Naturschutz, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Reinhold Wilterius, hat bereits auf dem Schönsteiner Berg einen Bierkeller in Eigenarbeit vorbildlich restauriert. Aber der Keller in Altzirkendorf ist "eine Nummer zu groß für uns", meint er, "da in diesem Fall eine Baufirma ran muss". Fledermausberater Markus Liebl, der Vorträge hält und gefördert von der DEUTSCHEN POST hunderte von Stunden im Jahr Fledermauskästen anbringt, Fragen beantwortet, usw... macht Mut und meint: "Ich kenne die Vertreter des Naturparks, der Höheren und Unteren Naturschutzbehörde und bin von deren Arbeit tief beeindruckt. Schau’n wir mal!" Dank für ausführliche Informationen an Landrat Simon Wittmann u. Mathilde Müllner, Naturpark NOW, für Foto "Braunes Langohr" an Dr. Andreas Zahn, Koordinationsstelle für Fledermausschutz Südbayern, an Reinhold Wilterius, BN Ortsgruppe Kirchenthumbach und Fledermausberater Markus Liebl.

Fotos: Emil Jenne - Die kath. Kirche Weißenbrunn. Foto: Markus Liebl - Im Dach dieser Kirche hängen gut versteckt Braune Langohren Markus Liebl zeigt bei einem Vortrag bei der VHS Eschenbach u.a. ein Foto von einer Zwergfledermaus.

Werbeinserat VHS Eschenbach: Kurs Fledermaus-Nachtwanderung mit Markus Liebl, Treffpunkt Parkplatz Glutschaufel Eschenbach. Kurs Boogie Woogie Tanz mit Emil Jenne und Anna Gette, Förderschule Eschenbach

Im Timer vormerken und bei der VHS Eschenbach westlicher Landkreis NEW per E-Mail info@vhs-eschenbach.de oder Telefon (0 96 45) 8283 anmelden: Fledermaus-Nachtwanderung, Kursleiter: Markus Liebl, Ort: Obersee, Treffpunkt Schotterparkplatz Glutschaufel, Eschenbach, Datum: Freitag, 26.07.2013, Uhrzeit: 21.30 bis 23.00 Uhr, Gebühr: kostenlos, Details: Bitte festes Schuhwerk und Taschenlampe für d. Rückweg mitbringen

Boogie Woogie Tanz, Kursleiter: Emil Jenne und Anna Gette, Ort: Förderschule Eschenbach, Aula, Datum: 8 Donnerstage ab 24.01.2013, Uhrzeit: 18.30 bis 20.00 Uhr, Gebühr: 69,00 Euro, Details: Tanzen Sie gekonnt zu Swing-Musik, Jive und Rock n Roll - ohne Akrobatik. Bitte paarweise anmelden.

Was wird aus dem alten Pfarrhaus in Schlammersdorf?

Das ehemalige Pfarrhaus Am Pfarrhof 5 in Schlammersdorf darf abgebrochen werden. Am 12.10.2012 hat das Landesamt für Denkmalpflege das Gebäude auf seine Denkmaleigenschaften hin überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass es sich um ein einfaches Haus ohne denkmalrelevante Ausstattung handelt, das vielfach umgebaut worden ist. Eine Erhaltung aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder volkskundlichen Gründen liegt nicht im Interesse der Allgemeinheit. Entsteht künftig ein schöner Platz vor der Kirche? Es bleibt spannend. Herzlichen Dank für die Information an Dr. Christian Dümler vom BLfD.

Fotos: Emil Jenne - Pfarrkirche St. Lucia und altes Pfarrhaus in Schlammersdorf (25.10.2012).

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