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Dumbach-NEWs, Die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, Ausgabe März/April 2013, kostenlos, Titel-Themen: Sind Piraten oder Aliens in Vorbach gelandet? Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Der neugierige Fuchs im Quackenschloss. Archäologen scannen einen einzigartigen Ofen im Kloster Speinshart. Bürgerportrait: Barbara Karl - eine Jungunternehmerin in Kirchenthumbach. Gertrud und Wilhelm Kraus - wie wir als ältere Bürger in Kirchenthumbach leben. 100-jähriger Dorfbrunnen im Ort Metzlasreuth. Was passiert, wenn die Telefone ausfallen? Titel-Foto: Emil Jenne - Piratenflagge in Vorbach.
Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs: Die neue Zeitung "Dumbach-NEWs" steht für freien und unabhängigen Journalismus. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind qualitativ hochwertig, sowie fair und kritisch recherchiert. Die Zeitung ist zugleich eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Wenn Sie jemand einmal fragen sollte: Was sind eigentlich die Dumbach-NEWs? Dann antworten Sie am besten: Die Menschen hier! Denn es ist eine Zeitung von den Bürgern für die Bürger. Wir selbst sind wie wir sind interessant! Wenn Ihnen ein Thema am Herzen liegen sollte, kommen Sie bitte auf mich zu! Ach ja - bevor ich's vergesse: Ich möchte mich bei Familie Biersack aus Sassenreuth für das kleine Fläschchen Hollerlikör bedanken, das mir nach einer Recherche überreicht wurde! Diese Zeitungsausgabe wurde gefördert von Ergotherapeutische Praxis Barbara Karl, Marktpl. 18, 91281 Kirchenthumbach, Telefon (0 96 47) 9 29 78 66, E-Mail: kontakt@ergotherapie-karl.de - KRAPF und LEX, Anlagenbau, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Michael Werth, Pressather Str. 157, 92637 Weiden i. d. OPf., Telefon (0961) 38 19 05-11, Fax (0961) 38 19 05-28, E-Mail: michael.werth@krapfundlex.eu - MBau, Holz- und Bautenschutz Fachbetrieb, Inhaber Reinhard Leipold, Am Kreuz 6, 95519 Schlammersdorf, Telefon (0 92 05) 9 88 10 97, E-Mail: info@mauer-trocken.de. Impressum. Herausgeber, Verlag, Redaktion, Produktion, Gestaltung und Anzeigenservice Verlag Mensch und Gedanke, Inhaber Emil Jenne, Schloßstr. 20, 91281 Kirchenthumbach, Telefon/Fax: (0 96 47) 92 87 36-0, E-Mail: emil-jenne@verlag-mensch-und-gedanke.de. Foto: Emil Jenne - Märzenbecher bzw. Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum L.).
Einige Leserzuschriften: Allgemein zur neuen Zeitung Dumbach-NEWs: Manfred Renner aus Kirchenthumbach: "Ich finde Ihre etwas "unorthodoxe" Zeitung Dumbach-NEWs immer wieder interessant, da sie Aspekte und Seiten unserer Gegend zeigt, die in einer normalen Zeitung oftmals keinen Platz finden. . ." - Ein Leser aus Kirchenthumbach, der anonym bleiben möchte: ". . . ich möchte Ihnen für die aktuelle Ausgabe der Dumbach-NEWs danken. Sie leisten sehr gute Arbeit und ich freue mich, die Zeitung zu lesen. Machen Sie weiter so!!!!!". Werbung: Freitag, 3. Mai 2013, Preisschafkopfen der Freiw. Feuerwehr Schlammersdorf, Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai 2013, Kindergartenfest St. Michael-Verein, Schlammersdorf. Im Festzelt auf dem Festplatz! Foto: Emil Jenne - ein Zweipunkt-Marienkäfer hat sich verirrt und krabbelt über eine sich Anfang April sonnende Gruppe bunte Ritterwanzen, die sich bevorzugt von Schwalbenwurz ernähren. Ritterwanzen werden oftmals mit Feuerwanzen verwechselt (kein weißer Punkt)! Das Hässlich-Liebliche: Das Hässlich-Liebliche ist die getrennte Vereinigung des Eckigen und Runden, des Dunklen und Hellen, des Grässlichen und Schönen, des Bitteren und Süßen, des Geschreis und der Stille. Emil Jenne.
Gertrud und Wilhelm Kraus - wie wir als ältere Bürger in Kirchenthumbach leben: Wenn man in Kirchenthumbach älter wird, wie wird das Leben dann wohl aussehen? Darauf gibt es viele Antworten. Eine davon lautet: "Immerfroh". So heißt die Seniorengruppe des örtlichen Bayerischen Roten Kreuzes. "Aber dort treffen sich nur weibliche Senioren", darauf macht mich Gertrud Kraus, besser gesagt die "Gerda", aufmerksam, "denn die Frauen wollen ihren eigenen Kaffeeklatsch, die Pensionisten dagegen haben ihr Kartenspiel - Frauen und Männer  kommen da nicht zusammen." Die Gerda leitet die Gruppe Immerfroh nun schon seit über 35 Jahren und ist seit 1975 Mitglied beim BRK. Ihr Ehemann Wilhelm ist schon seit 1959 dabei und war sogar 20 Jahre stellvertretender Kolonnenführer. "Wir haben ein gutes Rotes Kreuz", weiß der "Willi" zu berichten, "und alle halten zusammen." Jetzt sind beide Eheleute in die Jahre gekommen. Ich merke das, weil ich etwas lauter spreche, damit die mittlerweile 76-jährige Gerda mich mit ihren beiden Hörgeräten besser verstehen kann. Der Willi ist jetzt 84 Jahre alt und hat im Oktober letzten Jahres einen Schlaganfall erleiden müssen. Er erzählt, wie es ihm danach ergangen ist: "Ich bin anfangs nicht mehr zum Stammtisch gegangen, wegen der Sprechschwierigkeiten. Aber jetzt gehe ich wieder hin." Seien wir uns einmal ehrlich - wenn ich so das Bild auf der rechten Seite ansehe: Die zwei schauen irgendwie jung geblieben und fröhlich aus. Von Willis Schlaganfall merkt man so gut wie nichts mehr. Gott sei Dank, nochmal Glück gehabt. Die Gerda ist sehr herzlich und schafft es immer wieder, andere Menschen "immerfroh" zu stimmen. "Es ist nicht so einfach mit älteren Menschen. Der. . . Foto: Emil Jenne - die Eheleute Wilhelm und Gertrud Kraus aus Kirchenthumbach in ihrem Wohnzimmer
. . . eine wurde erst operiert, dem anderen wird grad schwindelig", sagt sie. Gerda organisiert vieles: Die Gymnastikgruppe, die Weihnachtsfeier, den Neujahrsempfang, Faschings-, Oster- und Muttertagsfeier, Sommer- und Erntedankfest, Kaffeefahrten, usw. Nebenbei verfasst sie eine Chronik und beaufsichtigt Schüler. Am 6. Februar 2013 fand nachmittags wieder ein Faschingstreiben des "Cafe Immerfroh" im Saal des BRK-Hauses statt. Carmen Uhl-Gutte musizierte mit der Steierischen Harmonika. Es gab Kaffee, Krapfen und Kuchen, Büttreden, eine spaßige Vorführung der "neuesten Hosenmode". Alle sangen laut Faschingslieder und getanzt wurde natürlich auch. Um 16.30 Uhr war die größte Gaudi vorüber. Denn es gab wohlschmeckenden Hackbraten! Doch nun zurück zum Leben als älterer Bürger in Kirchenthumbach. "Die Leute klagen sehr, weil's keinen Tante-Emma-Laden mehr im Ortskern gibt. Bis zum Supermarkt ist's. . . Fotos: Emil Jenne - Gesamt: Faschingstreiben der Seniorengruppe Immerfroh Unten links: Carmen Uhl-Gutte spielt auf der Steierischen Harmonika ein Faschingspotpourrie Unten Mitte: Gekaufte Krapfen und selbstgebackener Schoko-Bananenkuchen mit Sahne.  Leiterin der BRK-Seniorenfrauengruppe Immerfroh, Gertrud Kraus maskiert.
. . .weit. Viele gehen mit dem Rollator. Bei Schnee ist das besonders schwer. Da müssen sie daheim bleiben. Nicht mal einen Kaffee bekommt man hier", teilt die Gerda mir mit. Und Gertrud Kraus hat einen besonderen Wunsch: "Eine Bitte an den Bürgermeister hätte ich - wir haben in Kirchenthumbach schöne Spazierwege, aber die Bänke müssten hergerichtet und von Gestrüpp befreit werden!". Foto: Emil Jenne - restaurierungsbedürftige Bank am Feldweg zwischen Mittel- und Blechmühle. Sind Piraten oder Aliens in Vorbach gelandet? Haben Sie es auch gesehen? Eine Piratenflagge! Wo? Im Garten eines Wohnhauses in der Industriestraße in Vorbach. Noch im Dezember flatterte sie dort. Bedrohlich. Befremdend. Kulturschock pur. Wohnen dort etwa echte Freibeuter, die plündern und rauben? Oder sind da Mitglieder der Piratenpartei am Werk, die das Rathaus erstürmen oder mit Computerviren infizieren wollen? Die Antwort lautet ganz einfach: "Nein!" Es handelt sich um eine Verzweiflungstat. Eine ganz normale, sehr sympathische Familie hisste dieses schwarze Tuch mit weißem Totenschädel: Sven Zimmermann, Ehefrau Annika Zimmermann-Münch und Mutter Irene Münch. Auf Bitten der Dorfgemeinschaft wurde dieses aufrührerische Stück Stoff schon längst wieder eingeholt. Stattdessen hängt jetzt ein. . . Fotos: Emil Jenne - Oben rechts: In einem Grundstück in der Industriestraße in Vorbach flatterte im Dez. eine Piratenflagge Unten links: Außerirdischer.
. . .oberfränkisches Symbol am Masten. Das stört niemanden. "Wir wohnen sehr gerne hier", erzählt Irene Münch. "Ich bin vor 17 Jahren aus Oberfranken hierher gezogen. Zu unseren Nachbarn haben wir ein gutes Verhältnis, und darum haben wir die Piratenfahne auch wieder eingeholt". Warum sie eine Zeit lang flatterte, erfahren wir noch. Im Garten ist eine außergewöhnlich futuristisch anmutende Anlage installiert. Ein glänzendes Ungetüm. Ein Linearspiegel, dessen Aluflächen automatisch dem Lauf der Sonne folgen und ihre Energie zur Erzeugung von 100 °C warmem Wasser bündeln. Bei einem Unwetter fährt das System sich zum Selbstschutz in Parkposition. Einige Leute dachten, ein Alien sei gelandet, es könne keine Heizanlage sein, weil "wer stellt sich sowas in den Garten?" Über Nacht standen plötzlich kleine bunte Außerirdische an der Gartenzaunecke. "Wir wüssten gerne, wer die da hingestellt hat", rätseln Annika und Sven, "das hat uns echt gefreut und das Kind im Erwachsenen in uns geweckt". Sven erinnert sich: "Auf dem Speicher fand ich ein Spielzeugraumschiff für draußen". Ein Schild "Alien at work!" und ein Alien-Arm wurde am Zaun angebracht. Fotos: Emil Jenne - Links: Familienbild mit dem Linearspiegel im Garten vor dem Haus. Sven Zimmermann, Ehefrau Annika Zimmermann-Münch, Mutter Irene Münch und Hund Jerrylee aus Vorbach Unten: Über Nacht aufgetauchte Außerirdische an einer Ecke der Gartenumzäunung. Schild "Alien at work" und Arm eines Außerirdischen am Gartenzaun. Spielzeugraumschiff am Gartenzaun. Fotos: Irene Münch - Oben: Katze "Sissi" wurde am 7.11.2012 überfahren Rechts unten: Ein "Alien" (Linearspiegel) ist in Vorbach gelandet.
Zurück zur Piratenflagge! In den 17 Jahren, in denen die Münchs hier zuhause sind, mussten Sie sich 17 Katzen zulegen, denn 16 Tiere wurden im ersten oder zweiten Lebensjahr von Autos tot gefahren. Die Familie lebt zwar in einer Tempo-30-Zone, die Straße ist aber eine zeitweise viel befahrene Sackgasse, die bei der großen Firma Novem Car Interior Design GmbH endet. Hunderte von Pkw oder Lkw müssen durch dieses lange Nadelöhr kriechen. Hinzu kommen die Autos der Anwohner. Nicht immer sind die Lenker der Fahrzeuge geduldig oder gewillt, das Tempolimit einzuhalten. Nur Perserkater Mister hat vor vier Jahren einen Crash überlebt, aber dabei den Schwanz verloren. Fußballspielen auf der Straße und den Lkw vorm Haus parken half nix. Am 7.11.2012 wurde Katze 17, die Sissi, überfahren - am selben Tag wurde deshalb die Piratenflagge gehisst! Oben: Wildblumen im Garten Unten: Kater Mister hatte Glück im Unglück und überlebte einen Autounfall. Vor dem Haus geparktes Tankfahrzeug in der Tempo-30-Zone. Ein Traum wird wahr: Fast ganz unabhängig sein von Öl, Gas, Kohle, Holz und Radioaktivität: Energiewende - die meisten Menschen denken dabei sofort an Strom, entweder  aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach oder an den Ausstieg aus der Atomkraft. Warmwasserbeuler, Heizkörper, Badewanne, Dusche, Geschirrspüler, Waschmaschine! 85 % der Energie wird für Warmwasser benötigt, nur 15 % für Strom! Aber Strom - das macht nur 15 % unseres gesamten Energieverbrauchs aus! Für die anderen 85 %, nämlich für die Erzeugung von Warmwasser, fürs Heizen, Baden und Duschen, schleudern wir am meisten unser Geld hinaus. Wir kaufen Jahr für Jahr Öl, Kohle oder Holz. Mit der Energiewende wurde der Strom erheblich teuerer. Die Ölpreise klettern, Gas ist Geld nach Russland, Kohle ist nicht nachhaltig und die Holzpreise steigen, weil viele auf Holz umsteigen. Nur die Sonne stellt keine Brennstoffkosten in Rechnung. <h2>Solarthermie</h2> ist was für schlaue Füchse. Die Energie der Sonnenstrahlen! Grafik: Die Sonne liefert kostenlos saubere Energie für warmes Wasser zum Heizen, Baden und Duschen, sogar für Geschirrspüler, Waschmaschinen und auch zum Kühlen.
Flachkollektoren: Der Flachkollektor ist in Modulbauweise erhältlich und wird meistens auf das Dach montiert. Voraussetzung hierfür ist eine Neigung der Module von 25 bis 45° in Südausrichtung. Flachkollektoren sind im Verhältnis zu anderen Thermiesystemen etwas preiswerter und haben trotzdem noch eine gute Ausbeute. Im Sommer können sie die klassische Heizanlage komplett ersetzen. Im Winter allerdings reichen bei vielen Systemen die Temperaturen nicht mehr aus, um mit dem Warmwasser auch das Heizsystem zu unterstützen. Daher werden die Flachkollektoren meistens nur für die Erwärmung des Brauchwassers verwendet. Vakuumröhrenkollektoren: Das Funktionsprinzip der Vakuumröhren ist dem der Flachkollektoren ähnlich. Die Leitungen, durch die das Wärmemedium fließt und erhitzt wird, ist jedoch durch ein Vakuum völlig isoliert, was den Vorteil hat, dass Sommer wie Winter gleichmäßige und auch höhere Temperaturen erzielt werden. Durch den höheren Wirkungsgrad eignen sich die Vakuumröhrenkollektoren somit auch zur Unterstützung der Heizungsanlage. Moderne Module können in einem Neigungswinkel von 0 bis 90°, also auch auf Flachdächern oder an Hauswänden montiert werden. Sie benötigen auch eine geringe Fläche um die gleiche Leistung zu erzielen. Fotos: Matthias Kammerer - Flachkollektor, Vakuumröhren.
Solarspiegel nutzen nicht die direkte Sonneneinstrahlung wie Flächenkollektoren, sondern bündeln und reflektieren das Sonnenlicht auf eine kleine Absorberfläche. Um immer den optimalen Lichteinfall zu gewährleisten, sind solche Spiegelsysteme nicht starr montiert. Vielmehr wird die Reflektorfläche dem Sonnenstand über Motoren nachgeführt. Solarspiegel erzielen so auf kleinster Fläche den besten Wirkungsgrad und erzeugen in wenigen Minuten Temperaturen um die 100 °C. Bei Unwettern fährt sich das Gerät zum Schutz in Parkpositition. Solarspiegel sind zur Zeit die energieeffizientesten technischen Systeme. Foto: Matthias Kammerer - Solarspiegel. Werbeinserat KRAPF & LEX GmbH, vertreten durch Michael Werth, Weiden i. d. OPf.:, Ihr Ansprechpartner für die Themen Solarthermie, Solares Kühlen, Vakuumröhren und Solarspiegel, sowohl für Privatkunden als auch für Heizungsfachbetriebe.
100-jähriger Dorfbrunnen im Ort Metzlasreuth: Dieser eigenhändig verfasste Text über den Dorfbrunnen von Metzlasreuth wurde den Dumbach-NEWs von einer heimatliebenden Person, die nicht namentlich genannt werden möchte, zur Verfügung gestellt. Der Wortlaut wurde mit Ausnahme des Hinweises "(mit Rost verfüllt)" unverändert übernommen. Herzlichen Dank dem anonymen Autor. Alle Fotos - Emil Jenne. Der Dorfbrunnen: Unser Brunnen ist ein gutes, altes Stück aus dem Jahr 1913. Metzlasreuth war das erste Dorf im Umkreis, das auf eine eigene Wasserversorgung stolz sein konnte. 1911 wurde die Quelle gefasst und die Rohrleitung verlegt. In der Zeit zuvor, so wurde erzählt, hat man das Wasser in offenen Holzrinnen - das waren ausgehaute Holzstämme - bis in die Dorfmitte heruntergeleitet. Das wertvolle "Nass" musste dann mit den schweren "Wasserbutten" auf dem Rücken heimgetragen werden. Um 1949/1950 herum, ich weiß das Jahr nicht mehr genau, wurde die erste Rohrleitung erneuert. Die alten Rohre waren schon sehr marode und innen "verlegt" (mit Rost verfüllt), denn das Wasser ist sehr eisenhaltig. Bis jetzt läuft das Wasser immer noch. Unser schöner alter Brunnen plätschert Tag und Nacht - Sommer wie Winter. Wenn es lang frostig ist, gefriert das verspritzte Wasser zu kunstvollen Gebilden zusammen. Das ist schön anzuschaun.
Wie lange wird das alles erhalten bleiben? Wenn was repariert werden müsste, wer wird sich darum kümmern oder Geld ausgeben dafür? Werbeinserat Firma MBau, Reinhard Leipold, Schlammersdorf: Holz- und Bautenschutz Fachbetrieb, Mauertrockenlegung: Kellerinnenabdichtung, Kelleraußenabdichtung, Rissverpressung, Sanierputze, Pilz- und Schwammsanierung, Fassaden- und Natursteinreinigung, Fassaden- und Natursteinversiegelung, Bodenbeschichtung, Pilze, Schimmel, Salze (Salpeter), Farb- und Putzabsprengungen. Modergeruch ist die Folge zu hoher Feuchtigkeit im Baustoff. Wir unterbreiten ihnen gerne ein kostenfreies Angebot für Ihre Sanierung.
Bürgerportrait: Barbara Karl - eine Jungunternehmerin in Kirchenthumbach: "Dürfte ich ein Foto von Ihnen vor Ihrem neuen Firmenschild machen?", fragte ich die frisch gebackene Jungunternehmerin Barbara Karl am 19. Januar 2013, dem Tag der Eröffnung ihrer eigenen Praxis für Ergotherapie in Kirchenthumbach. Die Räume liegen gleich neben der Gaststätte "Saloniki". "Ja, gerne!", antwortete sie und lächelte mir ganz routiniert entgegen. Ihr Lebensweg ging ursprünglich gar nicht in Richtung Selbstständigkeit. Aufgewachsen ist Frau Karl in Blechmühle. Mit 16 Jahren war sie auf Kur im Allgäu. Die Gegend hat ihr sehr gut gefallen, u.a. hat sie dort Snowboard fahren gelernt. Sie verbrachte deshalb nach der Schule auch ihr soziales Jahr im Allgäu, in einer Klinik für Mütter, Kinder und Jugendliche in Oy-Mittelberg, hatte ihre ersten beruflichen Erfahrungen mit Kindern im Kindergartenalter gesammelt. Wieder zuhause in Kirchenthumbach stellte sich ihr die Frage, was sie lernen möchte. Statt Ski fahren im Allgäu spielte sie nun in der eschenbacher Damenfußballmannschaft mit. "Die war sogar mal in der Bayernliga!", erzählt sie. Eine Freundin begann ein ergotherapeutisches Praktikum. Das interessierte Barbara Karl auch und schildert das so: " Ich habe mich informiert. Fotos: Emil Jenne - Barbara Karl am Tag der Eröffnung ihrer ergotherapeutischen Praxis neben der Gaststätte "Saloniki", Kirchenthumbach, 19.01.2013. Sie ist in Blechmühle aufgewachsen.
Ich habe die drei Jahre lange Ausbildung zur Ergotherapeutin begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen." Danach packte sie das Fernweh. "Ich wollte immer nach Italien!", schwärmt sie. "Ich arbeitete als Aupair ein halbes Jahr in der Toskana", erinnert sie sich und fährt fort: "Das Land ist schön und die Tätigkeit hat mir gefallen, nur die Gastfamilie hätte schon eine bessere sein können. Ich wollte Italienisch lernen und dort einige Jahre verbringen. Aber: In Italien den Urlaub am Strand  bei 30 °C im Schatten zu genießen ist schon etwas anderes, als dort zu leben und zu arbeiten!" Nach ihrer Rückkehr arbeitete Sie zunächst vier Jahre in einer ergotherapeutischen Praxis in Altenstadt. Seit einem Jahr ist sie in der Frühförderung in Erbendorf tätig und betreut in einer Klinik in Vohenstrauß zusätzlich einen Tag in der Woche Wach-Koma-Patienten. Tante Rosi Schuller fragte Barbara Karl, ob sie sich selbstständig machen und Räume von ihr für eine eigene Praxis anmieten wolle. "Ich war zuerst unsicher", gesteht sie, "doch jetzt, wo ich es angegangen bin, habe ich festgestellt, dass es richtig Spaß macht, endlich so arbeiten zu können, wie man möchte." Nach halbjährlichem Gründungs-Bürokratismus war es dann soweit - sie ist nun mit 31 Jahren selbstständige Ergotherapeutin. Sie behandelt z. B. Kinder mit Motorikstörungen, ADS/ADHS, Lernstörungen oder Behinderung und Erwachsene nach dem Schlaganfall oder mit Rheuma, Arthrose, Demenz, Parkinson, Multipler Sklerose oder auch Schädel-Hirn-Verletzungen. Fotos: Emil Jenne - Einblicke in die eigene ergotherapeutische Praxis, dem neuen Arbeitsumfeld von Barbara Karl. Mama Carolin Gschwendtner und Töchterchen Lena probieren die Rollenrutschbahn aus
Werbeinserat Verlag Mensch und Gedanke, Full Service Werbeagentur, PEPSITES websites, PEPSITES verwirklicht Websites! Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Der neugierige Fuchs im Quackenschloss: Es war der 17. April 2012. An dem Tag ging alles schief. Irgendwie steckte Ärger in mir drinnen. Ich war ganz weit zu einem Termin gefahren - völlig umsonst. Zahnschmerz plagte mich. Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher zum Quackenschloss. Der Tag neigte sich langsam dem Ende entgegen. Ich verließ das Auto mit meiner Kamera. Mit ihr meditierend durch die Welt zu streifen, das ist m-eins. Da werde ich eins. Mit allem. In mir wächst dann die Spannung: "Was wird mir heute für eine Überraschung geschenkt werden? Bei welcher Blüte eines Ortes darf ich dabei sein - erleben, was niemand jemals erleben wird.". Foto: Emil Jenne - Abendstimmung am Quackenschloss bei Engelhardsberg.
Ich fotografierte Felsen und Pflanzen, wunderschön. Unterhalb der erhöhten Durchgangshöhle des Quackenschlosses baute ich mein Stativ vor moosbewachsenen Felsen auf. Plötzlich war das Gefühl da: "Irgendjemand beobachtet mich!" Vorsichtig musterte ich meine Umgebung mit meinen Augen ab. Tatsächlich! Vor der Höhle saß ein Fuchs und schaute mir zu. Er neigte fragend den Kopf. Zwischendurch fand er mein Tun da unten langweilig, weil er mehrmals gähnte. So ging es 12 Minuten. Behutsam ging ich zu ihm hinauf. Oben angekommen, war er verschwunden. Nur die Sonne leuchtete in der Farbe seines Fells. Neugieriger Fuchs, Du! Fotos: Emil Jenne - Pflanzen, Farne, Felsen, Fuchs vor dem Quackenschloss, Höhle im Licht der untergehenden Sonne.
Archäologen scannen einen einzigartigen Ofen im Kloster Speinshart: Speinshart birgt zwei wirklich große Sehenswürdigkeiten, die für die Archäologin Dr. phil. Anja Heidenreich und ihren Kollegen M.A. Jochen Frank Gelegenheiten zu Ausgrabungen bieten: Der Barbaraberg mit seiner Wallfahrtskirche und das Klosterdorf Speinshart. Bereits 1992 bis 1995 erforschten die beiden, damals mit Dr. Felix Biermann (1992, war im Grundstudium), auf dem Berg ein Gräberfeld christianisierter, slawischer Kleinadliger und ordneten diese ins 9./10. Jhd. ein. Während des dritten Bauabschnitts der Restaurierung des Klosters konnten Heidenreich und Frank von Oktober 2012 bis Februar 2013 wieder die Schaufel in die Hand nehmen und den südlichen Teil des Klosterdorfes erkunden, nämlich auf dem Hof, im ehemaligen Speisesaal der Chorherren und in den angrenzenden Räumen. Ein neues Refektorium soll jetzt dort wieder entstehen und erhebliche Baumängel behoben werden. Bis zu 1,50 m Tiefe galt es den Boden auszuheben. Dabei fand sich so allerlei Interessantes. Mittelalterliche Scherben, die Grundmauern des ehemaligen Kanzleigebäudes kamen zum Vorschein und ein um 1748 eingebauter, unterirdischer Kachelofen mit einer Brennkammer. Darüber lag einst vermutlich ein Warmluftgitter, bündig zum Fußboden. Eine individuelle Heizanlage! Allerdings eine nicht gut funktionierende. Die Keramikrohre für die Abluft waren mit Asche gefüllt und das Einheizen war unangenehm. Wer das Holz anzünden musste, ging eine Treppe hinunter in den Keller, der manchmal unter Wasser stand, dann rechts durch einen Rundbogen. . . Fotos: Emil Jenne - Kloster Speinshart an einem frostigen Wintertag (1.12.2012) Links: Bamberger Archäologin Dr. phil. Anja Heidenreich mit Scherbenfund an der Grundmauer des ehemaligen Kanzleigebäudes Rechts: Kollege M.A. (Magister Artium) Jochen Frank beim Erdaushub.
. . .hindurch in einen engen Vorraum und kroch dann in das Schürloch, in dem sich bereits der beißende Rauch des Feuers staute. Der Kamin dieses Ofens führte zum großen Küchenkamin und vereinte sich dort mit ihm. Zur Zeit als diese Heizung gebaut wurde, eiferte man dem prunken höfischen Leben Bayreuths nach. Bereits ab dem Jahr 1682 erfolgte der erste Bauabschnitt des kompletten barocken Neubaus. Ab 1748 wurde wieder alles anders gewünscht. Überhaupt kann man staunen, wie unterschiedlich Räume des gesamten Klosters im Laufe der Zeit genutzt wurden: Als Schule, Stall,  Lazarett, Gefangenenlager, Altenheim und als Unterkunft für Heimatvertriebene. In einem früher als Stall genutzten Raum fand man ein eingemeißeltes NS-Symbol. Die Archäologin fertigt, dem natürlichen Schichtverlauf folgend und sobald sich die Fundsituation ändert, immer wieder verzerrungsfreie, farbige Zeichnungen an. So z. B. von der Treppe, die zum Ofen hinunter führt. Die Lage und der Verlauf der gefundenen 110 cm dicken Grundmauer des ehemaligen Kanzleigebäudes kann mit einem Stich aus dem Jahr 1670 verglichen werden. Es zeigt sich, dass das Klosterdorf auf dem alten Bild nicht so exakt festgehalten wurde. Der Ofen im Speisesaal wurde im Februar 2013 mit neuer 3D-Lasertechnik gescannt. Früher gab es nur grüne Bilder. Mit dem neuen Gerät kann die Heizanlage jetzt mit vielen Farben dreidimensional betrachtet werden. Fotos: Emil Jenne - Links: Blick ins Herzstück der um 1748 gebauten Heizung Oben: Von außen sieht man den Keramikrohren nicht an, dass sie innen stark verrußt waren Unten: Eine Treppe führt zu einem Rundbogen, hinter dem sich der kleine Raum mit dem Schürloch verbirgt. Zum Vgl. auch die Zeichnung der Archäologin, Grundmauern des alten Kanzleigebäudes (rote Pfeile). Foto: Gerhard Gresik (Uni Bamberg) - Vorabzugsbild vom Ofen, erzeugt mit Faro Focus 3D-Scanner. Es dient als Grundlage für spätere Grundrisse, Schnitte, Ansichten.
Die geheime Botschaft des wandernd meditierenden Landschaftsfotografen: Meine Kamera und ich. Wir besuchen das ganze Jahr über die Landschaft. Je größer der Schmerz einst war, desto intensiver bin ich auf der Suche nach dem Schönen. Ich bin ein Mann des Lichts, denn ohne Licht ist ein Foto nur schwarz. Bin ich einmal in der Natur, dann fesselt sie mich so sehr, dass ich bis zum letzten Dämmern des Tages bleibe. Und nach Jahren wurde ich eins mit ihr, konnte mich von ihr nicht mehr unterscheiden. Doch auch den Tod sah ich dort. Und den Satz, der einst aus meiner Seele kam, offenbare ich Ihnen als heiliges Geheimnis - in Geheimschrift. Grafik und Fotos: Emil Jenne - Satz aus Geheimschriftzeichen, Selbstportrait  zwischen Pegnitz und  Körbeldorf im Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst, überfahrene Tiere, tote Katze, toter Hase, Fuchs, Dachs, totes Eichhörnchen, Schmetterling, Marder, Eidechse, Heupferd, Salamander, Frösche, Igel, Ringelnatter, Blindschleiche, Singvogel, Reh.
Was passiert, wenn die Telefone ausfallen? Am 6.12.2012 sind in Thurndorf viele Telefone mehrtägig ausgefallen. Das unterirdische Kabel ist sehr alt und anfällig. Auch die Leitung Richtung Tagmanns musste am 24.01.2013 nach einer undichten Stelle abgesucht werden. An den Verbindungsmuffen dringt gelegentlich Wasser ein. Dies führt zu Störgeräuschen oder Fehlverbindungen. Die defekte Stelle kann zunächst nur grob geortet werden. Baufahrzeuge rücken an, ein Bagger kommt zum Einsatz. Das Kabel wird wieder abgedichtet. All das passiert, wenn die Telefone ausfallen. Fotos: Emil Jenne - Baustelle der Telekom zwischen Kirchenthumbach und Tagmanns am 24.01.2013.

Dumbach-NEWs, Die kleine bunte Zweimonats-Zeitung, Ausgabe Mär/Apr 2013 März April 2013, kostenlos

Titel-Foto: Emil Jenne - Piratenflagge in Vorbach

Die Kirchenthumbacher Zeitung Dumbach-NEWs

Die neue Zeitung "Dumbach-NEWs" steht für freien und unabhängigen Journalismus. Die Themen und Texte in diesem Blatt, sowie die Aufmachung sind qualitativ hochwertig, sowie fair und kritisch recherchiert. Die Zeitung ist zugleich eine Art Kunstwerk. Das Format ist klein und quer, weil von einem Querdenker stammend. Wenn Sie jemand einmal fragen sollte: "Was sind eigentlich die Dumbach-NEWs?" Dann antworten Sie am besten: "Die Menschen hier!" Denn es ist eine Zeitung von den Bürgern für die Bürger. Wir selbst sind wie wir sind interessant! Wenn Ihnen ein Thema am Herzen liegen sollte, kommen Sie bitte auf mich zu! Ach ja - bevor ich's vergesse: Ich möchte mich bei Familie Biersack aus Sassenreuth für das kleine Fläschchen Hollerlikör bedanken, das mir nach einer Recherche überreicht wurde!

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Ergotherapeutische Praxis Barbara Karl, Marktpl. 18, 91281 Kirchenthumbach, Telefon (0 96 47) 9 29 78 66, E-Mail: kontakt@ergotherapie-karl.de
KRAPF und LEX, Anlagenbau, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Michael Werth, Pressather Str. 157, 92637 Weiden i. d. OPf., Telefon (0961) 38 19 05-11, Fax (0961) 38 19 05-28, E-Mail: michael.werth@krapfundlex.eu
MBau, Holz- und Bautenschutz Fachbetrieb, Inhaber Reinhard Leipold, Am Kreuz 6, 95519 Schlammersdorf, Telefon (0 92 05) 9 88 10 97, E-Mail: info@mauer-trocken.de

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Herausgeber, Verlag, Redaktion, Produktion, Gestaltung und Anzeigenservice Verlag Mensch und Gedanke, Inhaber Emil Jenne, Schloßstr. 20, 91281 Kirchenthumbach, Telefon/Fax: (0 96 47) 92 87 36-0, E-Mail: emil-jenne@verlag-mensch-und-gedanke.de

Foto: Emil Jenne - Märzenbecher bzw. Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum L.)

Einige Leserzuschriften

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Manfred Renner aus Kirchenthumbach: "Ich finde Ihre etwas "unorthodoxe" Zeitung Dumbach-NEWs immer wieder interessant, da sie Aspekte und Seiten unserer Gegend zeigt, die in einer normalen Zeitung oftmals keinen Platz finden. . ."
Ein Leser aus Kirchenthumbach, der anonym bleiben möchte: ". . . ich möchte Ihnen für die aktuelle Ausgabe der Dumbach-NEWs danken. Sie leisten sehr gute Arbeit und ich freue mich, die Zeitung zu lesen. Machen Sie weiter so!!!!!"

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Freitag, 3. Mai 2013, Preisschafkopfen der Freiw. Feuerwehr Schlammersdorf
Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai 2013, Kindergartenfest St. Michael-Verein, Schlammersdorf
Im Festzelt auf dem Festplatz!

Foto: Emil Jenne - ein Zweipunkt-Marienkäfer hat sich verirrt und krabbelt über eine sich Anfang April sonnende Gruppe bunte Ritterwanzen, die sich bevorzugt von Schwalbenwurz ernähren. Ritterwanzen werden oftmals mit Feuerwanzen verwechselt (kein weißer Punkt)!

Das Hässlich-Liebliche

Das Hässlich-Liebliche
ist die getrennte Vereinigung
des Eckigen und Runden,
des Dunklen und Hellen,
des Grässlichen und Schönen
des Bitteren und Süßen,
des Geschreis und der Stille.
Emil Jenne

Gertrud und Wilhelm Kraus - wie wir als ältere Bürger in Kirchenthumbach leben

Wenn man in Kirchenthumbach älter wird, wie wird das Leben dann wohl aussehen? Darauf gibt es viele Antworten. Eine davon lautet: "Immerfroh". So heißt die Seniorengruppe des örtlichen Bayerischen Roten Kreuzes. "Aber dort treffen sich nur weibliche Senioren", darauf macht mich Gertrud Kraus, besser gesagt die "Gerda", aufmerksam, "denn die Frauen wollen ihren eigenen Kaffeeklatsch, die Pensionisten dagegen haben ihr Kartenspiel - Frauen und Männer kommen da nicht zusammen." Die Gerda leitet die Gruppe Immerfroh nun schon seit über 35 Jahren und ist seit 1975 Mitglied beim BRK. Ihr Ehemann Wilhelm ist schon seit 1959 dabei und war sogar 20 Jahre stellvertretender Kolonnenführer. "Wir haben ein gutes Rotes Kreuz", weiß der "Willi" zu berichten, "und alle halten zusammen." Jetzt sind beide Eheleute in die Jahre gekommen. Ich merke das, weil ich etwas lauter spreche, damit die mittlerweile 76-jährige Gerda mich mit ihren beiden Hörgeräten besser verstehen kann. Der Willi ist jetzt 84 Jahre alt und hat im Oktober letzten Jahres einen Schlaganfall erleiden müssen. Er erzählt, wie es ihm danach ergangen ist: "Ich bin anfangs nicht mehr zum Stammtisch gegangen, wegen der Sprechschwierigkeiten. Aber jetzt gehe ich wieder hin." Seien wir uns einmal ehrlich - wenn ich so das Bild auf der rechten Seite ansehe: Die zwei schauen irgendwie jung geblieben und fröhlich aus. Von Willis Schlaganfall merkt man so gut wie nichts mehr. Gott sei Dank, nochmal Glück gehabt. Die Gerda ist sehr herzlich und schafft es immer wieder, andere Menschen "immerfroh" zu stimmen. "Es ist nicht so einfach mit älteren Menschen. Der eine wurde erst operiert, dem anderen wird grad schwindelig", sagt sie. Gerda organisiert vieles: Die Gymnastikgruppe, die Weihnachtsfeier, den Neujahrsempfang, Faschings-, Oster- und Muttertagsfeier, Sommer- und Erntedankfest, Kaffeefahrten, usw. Nebenbei verfasst sie eine Chronik und beaufsichtigt Schüler. Am 6. Februar 2013 fand nachmittags wieder ein Faschingstreiben des "Cafe Immerfroh" im Saal des BRK-Hauses statt. Carmen Uhl-Gutte musizierte mit der Steierischen Harmonika. Es gab Kaffee, Krapfen und Kuchen, Büttreden, eine spaßige Vorführung der "neuesten Hosenmode". Alle sangen laut Faschingslieder und getanzt wurde natürlich auch. Um 16.30 Uhr war die größte Gaudi vorüber. Denn es gab wohlschmeckenden Hackbraten! Doch nun zurück zum Leben als älterer Bürger in Kirchenthumbach. "Die Leute klagen sehr, weil's keinen Tante-Emma-Laden mehr im Ortskern gibt. Bis zum Supermarkt ist's weit. Viele gehen mit dem Rollator. Bei Schnee ist das besonders schwer. Da müssen sie daheim bleiben. Nicht mal einen Kaffee bekommt man hier", teilt die Gerda mir mit. Und Gertrud Kraus hat einen besonderen Wunsch: "Eine Bitte an den Bürgermeister hätte ich - wir haben in Kirchenthumbach schöne Spazierwege, aber die Bänke müssten hergerichtet und von Gestrüpp befreit werden!"

Foto: Emil Jenne - die Eheleute Wilhelm und Gertrud Kraus aus Kirchenthumbach in ihrem Wohnzimmer

Fotos: Emil Jenne - Gesamt: Faschingstreiben der Seniorengruppe Immerfroh Unten links: Carmen Uhl-Gutte spielt auf der Steierischen Harmonika ein Faschingspotpourrie Unten Mitte: Gekaufte Krapfen und selbstgebackener Schoko-Bananenkuchen mit Sahne

Foto: Leiterin der BRK-Seniorenfrauengruppe Immerfroh, Gertrud Kraus maskiert

Foto: Emil Jenne - restaurierungsbedürftige Bank am Feldweg zwischen Mittel- und Blechmühle

Sind Piraten oder Aliens in Vorbach gelandet?

Haben Sie es auch gesehen? Eine Piratenflagge! Wo? Im Garten eines Wohnhauses in der Industriestraße in Vorbach. Noch im Dezember flatterte sie dort. Bedrohlich. Befremdend. Kulturschock pur. Wohnen dort etwa echte Freibeuter, die plündern und rauben? Oder sind da Mitglieder der Piratenpartei am Werk, die das Rathaus erstürmen oder mit Computerviren infizieren wollen? Die Antwort lautet ganz einfach: "Nein!" Es handelt sich um eine Verzweiflungstat. Eine ganz normale, sehr sympathische Familie hisste dieses schwarze Tuch mit weißem Totenschädel: Sven Zimmermann, Ehefrau Annika Zimmermann-Münch und Mutter Irene Münch. Auf Bitten der Dorfgemeinschaft wurde dieses aufrührerische Stück Stoff schon längst wieder eingeholt. Stattdessen hängt jetzt ein oberfränkisches Symbol am Masten. Das stört niemanden. "Wir wohnen sehr gerne hier", erzählt Irene Münch. "Ich bin vor 17 Jahren aus Oberfranken hierher gezogen. Zu unseren Nachbarn haben wir ein gutes Verhältnis, und darum haben wir die Piratenfahne auch wieder eingeholt". Warum sie eine Zeit lang flatterte, erfahren wir noch. Im Garten ist eine außergewöhnlich futuristisch anmutende Anlage installiert. Ein glänzendes Ungetüm. Ein Linearspiegel, dessen Aluflächen automatisch dem Lauf der Sonne folgen und ihre Energie zur Erzeugung von 100 °C warmem Wasser bündeln. Bei einem Unwetter fährt das System sich zum Selbstschutz in Parkposition. Einige Leute dachten, ein Alien sei gelandet, es könne keine Heizanlage sein, weil "wer stellt sich sowas in den Garten?" Über Nacht standen plötzlich kleine bunte Außerirdische an der Gartenzaunecke. "Wir wüssten gerne, wer die da hingestellt hat", rätseln Annika und Sven, "das hat uns echt gefreut und das Kind im Erwachsenen in uns geweckt". Sven erinnert sich: "Auf dem Speicher fand ich ein Spielzeugraumschiff für draußen". Ein Schild "Alien at work!" und ein Alien-Arm wurde am Zaun angebracht. Zurück zur Piratenflagge! In den 17 Jahren, in denen die Münchs hier zuhause sind, mussten Sie sich 17 Katzen zulegen, denn 16 Tiere wurden im ersten oder zweiten Lebensjahr von Autos tot gefahren. Die Familie lebt zwar in einer Tempo-30-Zone, die Straße ist aber eine zeitweise viel befahrene Sackgasse, die bei der großen Firma Novem Car Interior Design GmbH endet. Hunderte von Pkw oder Lkw müssen durch dieses lange Nadelöhr kriechen. Hinzu kommen die Autos der Anwohner. Nicht immer sind die Lenker der Fahrzeuge geduldig oder gewillt, das Tempolimit einzuhalten. Nur Perserkater Mister hat vor vier Jahren einen Crash überlebt, aber dabei den Schwanz verloren. Fußballspielen auf der Straße und den Lkw vorm Haus parken half nix. Am 7.11.2012 wurde Katze 17, die Sissi, überfahren - am selben Tag wurde deshalb die Piratenflagge gehisst!

Fotos: Emil Jenne - Oben rechts: In einem Grundstück in der Industriestraße in Vorbach flatterte im Dez. eine Piratenflagge Unten links: Außerirdischer

Fotos: Emil Jenne - Links: Familienbild mit dem Linearspiegel im Garten vor dem Haus. Sven Zimmermann, Ehefrau Annika Zimmermann-Münch, Mutter Irene Münch und Hund Jerrylee aus Vorbach Unten: Über Nacht aufgetauchte Außerirdische an einer Ecke der Gartenumzäunung

Foto: E. Jenne - Schild "Alien at work" und Arm eines Außerirdischen am Gartenzaun

Fotos: Irene Münch - Oben: Katze "Sissi" wurde am 7.11.2012 überfahren Rechts unten: Ein "Alien" (Linearspiegel) ist in Vorbach gelandet

Foto: Emil Jenne - Spielzeugraumschiff am Gartenzaun

Fotos: Irene Münch - Oben: Wildblumen im Garten Unten: Kater Mister hatte Glück im Unglück und überlebte einen Autounfall

Foto: Irene Münch - vor dem Haus geparktes Tankfahrzeug in der Tempo-30-Zone

Ein Traum wird wahr: Fast ganz unabhängig sein von Öl, Gas, Kohle, Holz und Radioaktivität

Energiewende - die meisten Menschen denken dabei sofort an Strom, entweder aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach oder an den Ausstieg aus der Atomkraft. Warmwasserbeuler, Heizkörper, Badewanne, Dusche, Geschirrspüler, Waschmaschine! 85 % der Energie wird für Warmwasser benötigt, nur 15 % für Strom! Aber Strom - das macht nur 15 % unseres gesamten Energieverbrauchs aus! Für die anderen 85 %, nämlich für die Erzeugung von Warmwasser, fürs Heizen, Baden und Duschen, schleudern wir am meisten unser Geld hinaus. Wir kaufen Jahr für Jahr Öl, Kohle oder Holz. Mit der Energiewende wurde der Strom erheblich teuerer. Die Ölpreise klettern, Gas ist Geld nach Russland, Kohle ist nicht nachhaltig und die Holzpreise steigen, weil viele auf Holz umsteigen. Nur die Sonne stellt keine Brennstoffkosten in Rechnung.

Solarthermie

ist was für schlaue Füchse. Die Energie der Sonnenstrahlen!

Grafik: Die Sonne liefert kostenlos saubere Energie für warmes Wasser zum Heizen, Baden und Duschen, sogar für Geschirrspüler, Waschmaschinen und auch zum Kühlen

Flachkollektoren

Der Flachkollektor ist in Modulbauweise erhältlich und wird meistens auf das Dach montiert. Voraussetzung hierfür ist eine Neigung der Module von 25 bis 45° in Südausrichtung. Flachkollektoren sind im Verhältnis zu anderen Thermiesystemen etwas preiswerter und haben trotzdem noch eine gute Ausbeute. Im Sommer können sie die klassische Heizanlage komplett ersetzen. Im Winter allerdings reichen bei vielen Systemen die Temperaturen nicht mehr aus, um mit dem Warmwasser auch das Heizsystem zu unterstützen. Daher werden die Flachkollektoren meistens nur für die Erwärmung des Brauchwassers verwendet.

Foto: Matthias Kammerer - Flachkollektor

Vakuumröhrenkollektoren

Das Funktionsprinzip der Vakuumröhren ist dem der Flachkollektoren ähnlich. Die Leitungen, durch die das Wärmemedium fließt und erhitzt wird, ist jedoch durch ein Vakuum völlig isoliert, was den Vorteil hat, dass Sommer wie Winter gleichmäßige und auch höhere Temperaturen erzielt werden. Durch den höheren Wirkungsgrad eignen sich die Vakuumröhrenkollektoren somit auch zur Unterstützung der Heizungsanlage. Moderne Module können in einem Neigungswinkel von 0 bis 90°, also auch auf Flachdächern oder an Hauswänden montiert werden. Sie benötigen auch eine geringe Fläche um die gleiche Leistung zu erzielen.

Foto: Matthias Kammerer - Vakuumröhren

Solarspiegel

Solarspiegel nutzen nicht die direkte Sonneneinstrahlung wie Flächenkollektoren, sondern bündeln und reflektieren das Sonnenlicht auf eine kleine Absorberfläche. Um immer den optimalen Lichteinfall zu gewährleisten, sind solche Spiegelsysteme nicht starr montiert. Vielmehr wird die Reflektorfläche dem Sonnenstand über Motoren nachgeführt. Solarspiegel erzielen so auf kleinster Fläche den besten Wirkungsgrad und erzeugen in wenigen Minuten Temperaturen um die 100 °C. Bei Unwettern fährt sich das Gerät zum Schutz in Parkpositition. Solarspiegel sind zur Zeit die energieeffizientesten technischen Systeme.

Foto: Matthias Kammerer - Solarspiegel

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100-jähriger Dorfbrunnen im Ort Metzlasreuth

Dieser eigenhändig verfasste Text über den Dorfbrunnen von Metzlasreuth wurde den Dumbach-NEWs von einer heimatliebenden Person, die nicht namentlich genannt werden möchte, zur Verfügung gestellt. Der Wortlaut wurde mit Ausnahme des Hinweises "(mit Rost verfüllt)" unverändert übernommen. Herzlichen Dank dem anonymen Autor. Alle Fotos - Emil Jenne.

Der Dorfbrunnen

Unser Brunnen ist ein gutes, altes Stück aus dem Jahr 1913. Metzlasreuth war das erste Dorf im Umkreis, das auf eine eigene Wasserversorgung stolz sein konnte. 1911 wurde die Quelle gefasst und die Rohrleitung verlegt. In der Zeit zuvor, so wurde erzählt, hat man das Wasser in offenen Holzrinnen - das waren ausgehaute Holzstämme - bis in die Dorfmitte heruntergeleitet. Das wertvolle "Nass" musste dann mit den schweren "Wasserbutten" auf dem Rücken heimgetragen werden. Um 1949/1950 herum, ich weiß das Jahr nicht mehr genau, wurde die erste Rohrleitung erneuert. Die alten Rohre waren schon sehr marode und innen "verlegt" (mit Rost verfüllt), denn das Wasser ist sehr eisenhaltig. Bis jetzt läuft das Wasser immer noch. Unser schöner alter Brunnen plätschert Tag und Nacht - Sommer wie Winter. Wenn es lang frostig ist, gefriert das verspritzte Wasser zu kunstvollen Gebilden zusammen. Das ist schön anzuschaun. Wie lange wird das alles erhalten bleiben? Wenn was repariert werden müsste, wer wird sich darum kümmern oder Geld ausgeben dafür?

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Bürgerportrait: Barbara Karl - eine Jungunternehmerin in Kirchenthumbach

"Dürfte ich ein Foto von Ihnen vor Ihrem neuen Firmenschild machen?", fragte ich die frisch gebackene Jungunternehmerin Barbara Karl am 19. Januar 2013, dem Tag der Eröffnung ihrer eigenen Praxis für Ergotherapie in Kirchenthumbach. Die Räume liegen gleich neben der Gaststätte "Saloniki". "Ja, gerne!", antwortete sie und lächelte mir ganz routiniert entgegen. Ihr Lebensweg ging ursprünglich gar nicht in Richtung Selbstständigkeit. Aufgewachsen ist Frau Karl in Blechmühle. Mit 16 Jahren war sie auf Kur im Allgäu. Die Gegend hat ihr sehr gut gefallen, u.a. hat sie dort Snowboard fahren gelernt. Sie verbrachte deshalb nach der Schule auch ihr soziales Jahr im Allgäu, in einer Klinik für Mütter, Kinder und Jugendliche in Oy-Mittelberg, hatte ihre ersten beruflichen Erfahrungen mit Kindern im Kindergartenalter gesammelt. Wieder zuhause in Kirchenthumbach stellte sich ihr die Frage, was sie lernen möchte. Statt Ski fahren im Allgäu spielte sie nun in der eschenbacher Damenfußballmannschaft mit. "Die war sogar mal in der Bayernliga!", erzählt sie. Eine Freundin begann ein ergotherapeutisches Praktikum. Das interessierte Barbara Karl auch und schildert das so: " Ich habe mich informiert. Ich habe die drei Jahre lange Ausbildung zur Ergotherapeutin begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen." Danach packte sie das Fernweh. "Ich wollte immer nach Italien!", schwärmt sie. "Ich arbeitete als Aupair ein halbes Jahr in der Toskana", erinnert sie sich und fährt fort: "Das Land ist schön und die Tätigkeit hat mir gefallen, nur die Gastfamilie hätte schon eine bessere sein können. Ich wollte Italienisch lernen und dort einige Jahre verbringen. Aber: In Italien den Urlaub am Strand bei 30 °C im Schatten zu genießen ist schon etwas anderes, als dort zu leben und zu arbeiten!" Nach ihrer Rückkehr arbeitete Sie zunächst vier Jahre in einer ergotherapeutischen Praxis in Altenstadt. Seit einem Jahr ist sie in der Frühförderung in Erbendorf tätig und betreut in einer Klinik in Vohenstrauß zusätzlich einen Tag in der Woche Wach-Koma-Patienten. Tante Rosi Schuller fragte Barbara Karl, ob sie sich selbstständig machen und Räume von ihr für eine eigene Praxis anmieten wolle. "Ich war zuerst unsicher", gesteht sie, "doch jetzt, wo ich es angegangen bin, habe ich festgestellt, dass es richtig Spaß macht, endlich so arbeiten zu können, wie man möchte." Nach halbjährlichem Gründungs-Bürokratismus war es dann soweit - sie ist nun mit 31 Jahren selbstständige Ergotherapeutin. Sie behandelt z. B. Kinder mit Motorikstörungen, ADS/ADHS, Lernstörungen oder Behinderung und Erwachsene nach dem Schlaganfall oder mit Rheuma, Arthrose, Demenz, Parkinson, Multipler Sklerose oder auch Schädel-Hirn-Verletzungen.

Foto: Emil Jenne - Barbara Karl am Tag der Eröffnung ihrer ergotherapeutischen Praxis neben der Gaststätte "Saloniki", Kirchenthumbach, 19.01.2013

Foto: Emil Jenne - Barbara Karl ist in Blechmühle aufgewachsen

Fotos: Emil Jenne - Einblicke in die eigene ergotherapeutische Praxis, dem neuen Arbeitsumfeld von Barbara Karl

Foto Emil Jenne: Mama Carolin Gschwendtner und Töchterchen Lena probieren die Rollenrutschbahn aus

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Erlebnisse in der Fränkischen Schweiz - Der neugierige Fuchs im Quackenschloss

Es war der 17. April 2012. An dem Tag ging alles schief. Irgendwie steckte Ärger in mir drinnen. Ich war ganz weit zu einem Termin gefahren - völlig umsonst. Zahnschmerz plagte mich. Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher zum Quackenschloss. Der Tag neigte sich langsam dem Ende entgegen. Ich verließ das Auto mit meiner Kamera. Mit ihr meditierend durch die Welt zu streifen, das ist m-eins. Da werde ich eins. Mit allem. In mir wächst dann die Spannung: "Was wird mir heute für eine Überraschung geschenkt werden? Bei welcher Blüte eines Ortes darf ich dabei sein - erleben, was niemand jemals erleben wird." Ich fotografierte Felsen und Pflanzen, wunderschön. Unterhalb der erhöhten Durchgangshöhle des Quackenschlosses baute ich mein Stativ vor moosbewachsenen Felsen auf. Plötzlich war das Gefühl da: "Irgendjemand beobachtet mich!" Vorsichtig musterte ich meine Umgebung mit meinen Augen ab. Tatsächlich! Vor der Höhle saß ein Fuchs und schaute mir zu. Er neigte fragend den Kopf. Zwischendurch fand er mein Tun da unten langweilig, weil er mehrmals gähnte. So ging es 12 Minuten. Behutsam ging ich zu ihm hinauf. Oben angekommen, war er verschwunden. Nur die Sonne leuchtete in der Farbe seines Fells. Neugieriger Fuchs, Du!

Foto: Emil Jenne - Abendstimmung am Quackenschloss bei Engelhardsberg, Pflanzen, Farne, Felsen, Fuchs vor der Höhle im Quackenschloss

Foto: Emil Jenne - Quackenschloss im Licht der untergehenden Sonne

Archäologen scannen einen einzigartigen Ofen im Kloster Speinshart

Speinshart birgt zwei wirklich große Sehenswürdigkeiten, die für die Archäologin Dr. phil. Anja Heidenreich und ihren Kollegen M.A. Jochen Frank Gelegenheiten zu Ausgrabungen bieten: Der Barbaraberg mit seiner Wallfahrtskirche und das Klosterdorf Speinshart. Bereits 1992 bis 1995 erforschten die beiden, damals mit Dr. Felix Biermann (1992, war im Grundstudium), auf dem Berg ein Gräberfeld christianisierter, slawischer Kleinadliger und ordneten diese ins 9./10. Jhd. ein. Während des dritten Bauabschnitts der Restaurierung des Klosters konnten Heidenreich und Frank von Oktober 2012 bis Februar 2013 wieder die Schaufel in die Hand nehmen und den südlichen Teil des Klosterdorfes erkunden, nämlich auf dem Hof, im ehemaligen Speisesaal der Chorherren und in den angrenzenden Räumen. Ein neues Refektorium soll jetzt dort wieder entstehen und erhebliche Baumängel behoben werden. Bis zu 1,50 m Tiefe galt es den Boden auszuheben. Dabei fand sich so allerlei Interessantes. Mittelalterliche Scherben, die Grundmauern des ehemaligen Kanzleigebäudes kamen zum Vorschein und ein um 1748 eingebauter, unterirdischer Kachelofen mit einer Brennkammer. Darüber lag einst vermutlich ein Warmluftgitter, bündig zum Fußboden. Eine individuelle Heizanlage! Allerdings eine nicht gut funktionierende. Die Keramikrohre für die Abluft waren mit Asche gefüllt und das Einheizen war unangenehm. Wer das Holz anzünden musste, ging eine Treppe hinunter in den Keller, der manchmal unter Wasser stand, dann rechts durch einen Rundbogen hindurch in einen engen Vorraum und kroch dann in das Schürloch, in dem sich bereits der beißende Rauch des Feuers staute. Der Kamin dieses Ofens führte zum großen Küchenkamin und vereinte sich dort mit ihm. Zur Zeit als diese Heizung gebaut wurde, eiferte man dem prunken höfischen Leben Bayreuths nach. Bereits ab dem Jahr 1682 erfolgte der erste Bauabschnitt des kompletten barocken Neubaus. Ab 1748 wurde wieder alles anders gewünscht. Überhaupt kann man staunen, wie unterschiedlich Räume des gesamten Klosters im Laufe der Zeit genutzt wurden: Als Schule, Stall, Lazarett, Gefangenenlager, Altenheim und als Unterkunft für Heimatvertriebene. In einem früher als Stall genutzten Raum fand man ein eingemeißeltes NS-Symbol. Die Archäologin fertigt, dem natürlichen Schichtverlauf folgend und sobald sich die Fundsituation ändert, immer wieder verzerrungsfreie, farbige Zeichnungen an. So z. B. von der Treppe, die zum Ofen hinunter führt. Die Lage und der Verlauf der gefundenen 110 cm dicken Grundmauer des ehemaligen Kanzleigebäudes kann mit einem Stich aus dem Jahr 1670 verglichen werden. Es zeigt sich, dass das Klosterdorf auf dem alten Bild nicht so exakt festgehalten wurde. Der Ofen im Speisesaal wurde im Februar 2013 mit neuer 3D-Lasertechnik gescannt. Früher gab es nur grüne Bilder. Mit dem neuen Gerät kann die Heizanlage jetzt mit vielen Farben dreidimensional betrachtet werden.

Foto: Emil Jenne - Kloster Speinshart an einem frostigen Wintertag (1.12.2012)

Fotos: Emil Jenne - Links: Bamberger Archäologin Dr. phil. Anja Heidenreich mit Scherbenfund an der Grundmauer des ehemaligen Kanzleigebäudes Rechts: Kollege M.A. (Magister Artium) Jochen Frank beim Erdaushub

Fotos: Emil Jenne - Links: Blick ins Herzstück der um 1748 gebauten Heizung Oben: Von außen sieht man den Keramikrohren nicht an, dass sie innen stark verrußt waren Unten: Eine Treppe führt zu einem Rundbogen, hinter dem sich der kleine Raum mit dem Schürloch verbirgt. Zum Vgl. auch die Zeichnung der Archäologin

Foto: Emil Jenne - Grundmauern des alten Kanzleigebäudes (rote Pfeile)

Foto: Gerhard Gresik (Uni Bamberg) - Vorabzugsbild vom Ofen, erzeugt mit Faro Focus 3D-Scanner. Es dient als Grundlage für spätere Grundrisse, Schnitte, Ansichten

Die geheime Botschaft des wandernd meditierenden Landschaftsfotografen

Meine Kamera und ich. Wir besuchen das ganze Jahr über die Landschaft. Je größer der Schmerz einst war, desto intensiver bin ich auf der Suche nach dem Schönen. Ich bin ein Mann des Lichts, denn ohne Licht ist ein Foto nur schwarz. Bin ich einmal in der Natur, dann fesselt sie mich so sehr, dass ich bis zum letzten Dämmern des Tages bleibe. Und nach Jahren wurde ich eins mit ihr, konnte mich von ihr nicht mehr unterscheiden. Doch auch den Tod sah ich dort. Und den Satz, der einst aus meiner Seele kam, offenbare ich Ihnen als heiliges Geheimnis - in Geheimschrift.

Und den Satz, der einst aus meiner Seele kam, offenbare ich Ihnen als heiliges Geheimnis - in Geheimschrift.

Jeder übersieht mal eine Geschwindigkeitsbegrenzung, ist abgelenkt oder hält das Langsamsein nicht durch. Aber ab heute denken wir wieder öfter dran. Machen Sie mit?

Grafik: Satz aus Geheimschriftzeichen

Foto: Emil Jenne - Selbstportrait zwischen Pegnitz und Körbeldorf im Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst

Fotos: Überfahrene Tiere, tote Katze, toter Hase, Fuchs, Dachs, totes Eichhörnchen, Schmetterling, Marder, Eidechse, Heupferd, Salamander, Frösche, Igel, Ringelnatter, Blindschleiche, Singvogel, Reh

Was passiert, wenn die Telefone ausfallen?

Am 6.12.2012 sind in Thurndorf viele Telefone mehrtägig ausgefallen. Das unterirdische Kabel ist sehr alt und anfällig. Auch die Leitung Richtung Tagmanns musste am 24.01.2013 nach einer undichten Stelle abgesucht werden. An den Verbindungsmuffen dringt gelegentlich Wasser ein. Dies führt zu Störgeräuschen oder Fehlverbindungen. Die defekte Stelle kann zunächst nur grob geortet werden. Baufahrzeuge rücken an, ein Bagger kommt zum Einsatz. Das Kabel wird wieder abgedichtet. All das passiert, wenn die Telefone ausfallen.

Fotos: Emil Jenne - Baustelle der Telekom zwischen Kirchenthumbach und Tagmanns am 24.01.2013