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Beilage 1 - Zur Dumbach-NEWs Ausgabe Mai/Jun 2014 - Auch in unserer Gemeinde werden demnächst zahlreiche Windkraftanlagen errichtet. Praktische Hilfe und Informationsquellen zum Thema "Fehlpolitik Windkraftanlagen" finden Bürger und Gemeinderäte u. a. unter: http://www.gegenwind-oberfranken.de/ - http://www.bizek.de/ - http://www.windkraftgegner.de/ - http://www.gegenwindkraft.de/ . Zitate zum Thema Windkraftanlagen, die nachdenklich machen: Dr. h. c. mult. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts, in einem Vortrag am 16.12.2013 zu unlösbaren Problemen der Windenergie in Bayern: "Um die Stromversorgung Deutschlands mit Windenergie zu versorgen, müsste ein riesiger Platzbedarf für die Windkraftanlagen geschaffen werden.  Die gesamte Fläche Bayerns würde gerade so dazu ausreichen." - "Speziell in Bayern haben wir ein besonderes Problem. 60 % (des Stroms) kommen aus Atomkraft. Bis 2022 sollen wir da 'raus und sollen das ersetzen durch Windräder." - Nur ein einziges Beispiel: "Um das Atomkraftwerk Biblis A zu ersetzen . . . müssten 6800 Windkraftanlagen gebaut werden und für die riesige Anzahl diffus verteilter Windkraftanlagen wäre . . . ein riesiges Netz von Leitungen nötig, was sehr sehr teuer ist. Das ist ein Thema für den Umweltschutz." - "Die Windstärke ist in Bayern nur 1/2 so groß wie im Norden. Nur 1/2 soviel Wind bedeutet nur 1/8 soviel Stromausbeute wie an der Nordsee. Es macht wenig Sinn, diese Dinger in Bayern aufzustellen.".
Beilage 2 - Dumbach-NEWs Sonder-Beilage Mai/Juni 2014 - Die Energiewende in meiner Heimatgemeinde Kirchenthumbach - Eine hausgemachte Katastrophe - Satire von Emil Jenne - Foto/Fotocollage: Emil Jenne - Vergleich Höhe Kirchturm von Thurndorf (22 m) und Höhe Windkraftanlage (200 m) - Ich bin ein bescheidener, armer Mensch, der mit dem Fotoapparat durch die Landschaft zieht, von Mensch zu Mensch, von Tier zu Tier und von Pflanze zu Pflanze. Ich sage immer ein "moderner Mönch mit Kamera". Ich bin ein schrecklicher Querdenker, werde nur wenig verstanden. Gut, dass nur ich so bin und nicht alle, denn das wäre der Untergang aller Systeme, aller Räderwerke, in denen jeder ein funktionierendes Zahnrad ist, das sich dreht wie die Windkraftwerke (WKA), die hier das Thema sind. Ich habe nur wenig Ahnung, weshalb ich immer soviele Menschen befragen muss. Recherche nennt man sowas. Aber mir geht das Herz auf, wenn ich anderen Menschen, Lebewesen und Dingen begegne, möchte sie fotografieren, sie ein klein wenig verewigen und versuchen, sie zu begreifen. So schlitterte ich hinein in das Thema Windkraftanlagen und befragte zu diesem Thema einige Bürger mit dem Resultat: Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen. Die Menschen waren alle so nett. Jeder sagte mir etwas anderes. Alle hatten so gut wie keine Ahnung. Das Thema Windkraft haben alle nicht richtig im Griff. Kein Wunder. Eine komplizierte Sache! Vieles spielt sich im undurchsichtigen Dschungel, verborgen in Hinterzimmern ab. Viele haben keine Zeit, um sich damit zu beschäftigen! Lockende Geldbeträge! Der Wunschtraum von der schönen NICHT-atomar-radioaktiven Strom-Welt! Keine Informationen im Gemeindeblatt. Ich hatte darum gebeten, bekam aber nichts. Und jetzt liegt da ein Flächennutzungsplan vor mir: Thurndorf umkreist von großen Vorrangflächen für Windkraftanlagen. Alle Beschwichtigungen, dass diese zwar ausgewiesen sind, aber eh nie mit WKAs belegt werden würden, haben sich im Zuge meiner Recherche in Luft aufgelöst. Und ob die Dinger nun 500, 800 oder 2000 m weit weg sind (H10-Regelung), das ist wirklich für ein komplettes Landschaftsbild völlig egal und trägt nur dazu bei, dass noch mehr in die Landschaftsschutzgebiete und in den Staatswald hineingesetzt werden! Im Internet fand ich ein Amtsblatt des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab vom 16. April 2012, dass eine Reihe von Gemeinden beantragt haben, den Landschaftsschutz zu lockern, weil sie gerne "Positivflächen" für WKAs in den Landschaftsschutzgebieten wünschen, was der Kreistag am 9. Januar 2011 dann bekräftigte. Natürlich ging so gut wie niemand zwischen dem 02. Mai und 04. Juni 2012 ins Zimmer A207 des Landratsamtes oder rannte zum Gemeindeaushang und es wurden deshalb auch keine Bedenken vorgetragen. Gehen Sie jeden Tag zum Gemeindeaushang und schauen nach, was da drinnen hängt? Bekommen Sie das Landkreis-Amtsblatt? Kommen Sie regelmäßig am Amtszimmer A207 vorbei? Also ich nicht. Die Information aller Bürger wurde gezielt auf ein Minimum reduziert, mit Ausnahme derjenigen Grundstücksbesitzer, denen man die WKAs als tolle, umweltfreundliche Kapitalanlage bei ihnen zuhause schmackhaft machte. Nur eine einzige Bürgerinformationsveranstaltung fand in Neuzirkendorf statt, für ein ausgewähltes, erlesenes, bäuerliches Publikum und allein mit dem Ziel, WKAs zu beschönigen. Ein Bauer z. B. erfuhr zufälligerweise, dass ein Grundstück für eine Windkraftanlage geplant ist, weil da plötzlich Holzpflöcke neben seinem Acker steckten. Man umgeht Nachbarn, wittert große Geldbeträge, übersieht aber die Risiken, die der Grundstückseigentümer trägt und ist wurschtig, was man den Menschen antut, die solche Türme nicht so schön finden und im Dorf wohnen. Wenn auch nur eine einzige Zahl auf so einem Hochglanzfinanzplan nicht so eintrifft, wie geschönt dargestellt, dann ist das Geld oder sind die versprochenen laufenden Zahlungen futsch und Schulden drohen! Dafür wurden aber ganze Waldstücke abgeholzt und Felder mit riesigen Schotterwegen zerschnitten. Und wohin mit dem Sondermüll "Rotorblätter" nach 25 Jahren? Auch einfach neben den Bauernhof legen und verrotten lassen wie so manch alte Maschine, die dort vor sich hinrostet? Ein Bürger sagte mir, sein Steuerberater habe ihm abgeraten, sich an so einer Sache zu beteiligen, weil es zu unsicher wäre und weil er als Kleinanleger keinerlei wirkliches Mitspracherecht hätte. Er wisse auch von einem Windkraftbetreiber, dass er pleite gegangen sei. Jetzt war die Sache für mich nicht mehr nur die einer "Positivfläche", die heile Welt meiner dörflichen Heimat geriet mehr und mehr ins Wanken. Ich hörte Sätze wie "Windräder sind wirklich schön. Ringsum sehe ich von hier aus 30 Stück. Sie sind wirklich eine echte Bereicherung für die Landschaft, die durch sie noch aufgewertet wird". Ein Bürgermeister aus einer anderen Gemeinde sagte angeblich: "Windräder sind wie ein schöner bunter Blumenstrauß". Und: "Nur mit Windrädern kommen wir von der krebserregenden Atomkraft weg". Aber ein anderer wieder: "Die Atomkraftgefahr geht einigen Menschen hier in Wirklichkeit am Arsch vorbei! Sie wollen nur schnelles Geld machen! Da kommt das Argument 'weg von der Atomkraft'gerade recht!" Die Realität: 400 Windräder in Bayern machen nur 0,6 % der bayerischen . . .
. . . Stromerzeugung aus. Dafür wird bestimmt kein einziges Atomkraftwerk abgeschaltet! Angeblich stehen viele bereits errichteten Windräder still, weil es keinen Anschluss gibt oder keinen Stromabnehmer. Außerdem wird Strom nur bei Wind erzeugt und der weht nicht immer dann, wenn wir den Strom brauchen. All das hat mich jetzt nicht mehr schlafen lassen. Ein Durcheinander, was die Leute alles erzählen! Alles drehte sich bei mir im Kopf. Am nächsten Morgen kam ich zu diesem Zwischenergebnis - ich könnte es als "Diagnose einer zur Zeit weit verbreiteten Seuche" bezeichnen: Die Information der Bürger wurde gezielt auf ein Minimum reduziert. Es sollten keine schlafenden Hunde geweckt werden. Aber die Tragweite ist immens! Über 30 % Grundstückswertminderungen in Thurndorf und angrenzenden Orten! Bei Verkauf angeblich 100 %! Zerstörung des Landschaftsbildes und großflächige Rodungen. Die Nachteile der Windkraftanlagen werden verdrängt. Man möchte große Geschäfte machen. Das Gesamtlebewesen Wald, wenn auch nur Kulturwald, wird dagegen als wertlose, minderwertige Landschaft betrachtet. Hunderte Arten von Pilzen, Pflanzen, Bäumen und Tieren, die ich alle sehr liebe, die mir alles bedeuten, wohnen dort oben im Kitschenrain, wo solche Flächen ausgewiesen sind! Und ein Kind, das seiner Oma sagt, dass es sich von den Windrädern gestört fühlt, gilt bei ihr einfach als "dummer kleiner Bub, der noch nichts von der Welt versteht". Doch: Von Kindern können die Erwachsenen noch viel lernen. Sie sind noch spontan und frisch, erkennen Dinge, die wir nicht mehr können oder die uns aberzogen wurden. Vielleicht sind wir im Leben ungewollt abgestumpft, roh und starr geworden, um solche Warnhinweise zu erkennen. Es sind wertvolle Signale, dass etwas schief läuft! Äußerungen von Kindern werden oft belächelt statt hinterfragt! Alles in allem: Die Folge ist eine Art von Lethargie, eine durch diese tragische Desinformationspolitik erzeugte Teilnahmslosigkeit und Unfähigkeit, entschieden etwas dagegen zu unternehmen. Eine kommunale Politikverdrossenheit, ja Politikhörigkeit macht sich breit, mit der Folge solcher Sätze: "Wir werden da eh nichts machen können", begleitet von Ohnmachtsgefühlen und Resignation! Verantwortlich dafür sind wir Menschen hier und die gewählten Volksvertreter in allen Ebenen bis hinauf zur Bundesebene. Der Mensch ist fehlerhaft. Wenn ich Pech habe, werde ich irgendwann um Thurndorf herum zum Himmel schauen und die neuzeitlich-babylonischen Türme des Getriebes der Welt werden dann um ein vielfaches zahlreicher und höher als der Kirchturm inmitten unseres Dorfes um uns herum stehen, sich eine Zeit lang triumphierend sinnlos drehen und irgendwann marode und überschuldet darniederliegen. Und ich konnte nichts dagegen ausrichten, weil es hier niemanden störte. Die Therapie: Sofortiger STOPP von jeglicher Windenergie im gesamten Gemeindegebiet und Wiederherstellung der vorherigen Landschaftsschutzvorschriften. Ende - aus. Sofort aktiv werden, zusammenschließen, gemeinsam abwehren! 100%! Alle! Umkehr! Bürgerinitiative starten, Unterschriften sammeln. Auf geht's! Es eilt! Keiner weiß, was schnell noch genehmigt wird! Stoppt zu 100 % den Windkraft-Wahn im gesamten Gemeindegebiet! Einige Argumente gegen Windkraftanlagen: - 01 - Windkraftbetreiber berufen sich auf Par. 35 des Baugesetzbuches, wonach Windkraftanlagen als privilegiert zu behandeln seien. Der selbe Paragraph schreibt jedoch vor: ". . . Anlagen, die die natürliche Eigenart einer Landschaft und ihren Erholungswert beeinträchtigen oder das Orts- und Landschaftsbild verunstalten, können abgelehnt werden . . ." - 02 - Waldschutz ist Klimaschutz! Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zeigte den Staatsforsten ihre Grenzen auf: "Dort wo der kommunale und Bürger-Widerstand gegen Windkraftanlagen im Staatswald zu groß ist, sollen keine gebaut werden!" Wald entzieht der Atmosphäre CO2 und produziert Sauerstoff zum Atmen und zum Erhalt der Ozonschicht, die uns vor UV-Strahlung aus dem Weltall schützt. Wald ist ein Wasserspeicher und sorgt für unser Trinkwasser. Durch Rodung wird die Durchwurzelung vernichtet. Die Speicherfähigkeit geht verloren. Der Wald ist "Grüne Lunge" und filtert riesige Mengen Staub aus. Zahlreiche Lebewesen sind dort zuhause. Auch streng geschützte. Gemäß Kyoto-Protokoll müssen Rodungen als CO2-Quellen angerechnet werden. - 03 - Zitat 1. Vorsitzender Willibald Härning vom Haus- und Grundbesitzerverein Weiden und Umgebung e. V.: "Windkraftanlagen sind der Wertkiller Nr. 1 für jeden Haus- und Grundbesitz. Es ist mit Einbußen von 30 % aufwärts zu rechnen. Beim Verkauf sogar mit 100 %." Auch verminderte Kreditwürdigkeit bei Kreditunternehmen! Bei uns kommt das zum Truppenübungsplatz-Lärm von Grafenwöhr noch dazu! - 04 - Weitere Gegenargumente sind auch: Blitzschlag-Brand eines Rotors kann in 150 m nicht von der Feuerwehr gelöscht werden, das erhöht die Waldbrandgefahr! Zerstörung der Landschaft! Verschlechterung unserer Lebensqualität! Infraschall und manchmal Dauerlärm durch Rotoren! Blinklichter stören die Nachtruhe! Störende Licht-Schatten-Wirkung "Disco-Effekt"! Tote Vögel und Fledermäuse, dafür mehr Schädlingsinsekten! Riskante, unsichere Kapitalanlage!.

Beilage 1 - Zur Dumbach-NEWs Ausgabe Mai/Jun 2014

Auch in unserer Gemeinde werden demnächst zahlreiche Windkraftanlagen errichtet. Praktische Hilfe und Informationsquellen zum Thema "Fehlpolitik Windkraftanlagen" finden Bürger und Gemeinderäte u. a. unter:

http://www.gegenwind-oberfranken.de/ - http://www.bizek.de/ - http://www.windkraftgegner.de/ - http://www.gegenwindkraft.de/

Zitate zum Thema Windkraftanlagen, die nachdenklich machen: Dr. h. c. mult. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts, in einem Vortrag am 16.12.2013 zu unlösbaren Problemen der Windenergie in Bayern:

"Um die Stromversorgung Deutschlands mit Windenergie zu versorgen, müsste ein riesiger Platzbedarf für die Windkraftanlagen geschaffen werden. Die gesamte Fläche Bayerns würde gerade so dazu ausreichen."

"Speziell in Bayern haben wir ein besonderes Problem. 60 % (des Stroms) kommen aus Atomkraft. Bis 2022 sollen wir da 'raus und sollen das ersetzen durch Windräder."

Nur ein einziges Beispiel: "Um das Atomkraftwerk Biblis A zu ersetzen . . . müssten 6800 Windkraftanlagen gebaut werden und für die riesige Anzahl diffus verteilter Windkraftanlagen wäre . . . ein riesiges Netz von Leitungen nötig, was sehr sehr teuer ist. Das ist ein Thema für den Umweltschutz."

"Die Windstärke ist in Bayern nur 1/2 so groß wie im Norden. Nur 1/2 soviel Wind bedeutet nur 1/8 soviel Stromausbeute wie an der Nordsee. Es macht wenig Sinn, diese Dinger in Bayern aufzustellen."

Beilage 2 - Dumbach-NEWs Sonder-Beilage Mai/Juni 2014

Die Energiewende in meiner Heimatgemeinde Kirchenthumbach - Eine hausgemachte Katastrophe

Satire von Emil Jenne

Foto/Fotocollage: Emil Jenne - Vergleich Höhe Kirchturm von Thurndorf (22 m) und Höhe Windkraftanlage (200 m)

Ich bin ein bescheidener, armer Mensch, der mit dem Fotoapparat durch die Landschaft zieht, von Mensch zu Mensch, von Tier zu Tier und von Pflanze zu Pflanze. Ich sage immer ein "moderner Mönch mit Kamera". Ich bin ein schrecklicher Querdenker, werde nur wenig verstanden. Gut, dass nur ich so bin und nicht alle, denn das wäre der Untergang aller Systeme, aller Räderwerke, in denen jeder ein funktionierendes Zahnrad ist, das sich dreht wie die Windkraftwerke (WKA), die hier das Thema sind. Ich habe nur wenig Ahnung, weshalb ich immer soviele Menschen befragen muss. Recherche nennt man sowas. Aber mir geht das Herz auf, wenn ich anderen Menschen, Lebewesen und Dingen begegne, möchte sie fotografieren, sie ein klein wenig verewigen und versuchen, sie zu begreifen. So schlitterte ich hinein in das Thema Windkraftanlagen und befragte zu diesem Thema einige Bürger mit dem Resultat: Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen. Die Menschen waren alle so nett. Jeder sagte mir etwas anderes. Alle hatten so gut wie keine Ahnung. Das Thema Windkraft haben alle nicht richtig im Griff. Kein Wunder. Eine komplizierte Sache! Vieles spielt sich im undurchsichtigen Dschungel, verborgen in Hinterzimmern ab. Viele haben keine Zeit, um sich damit zu beschäftigen! Lockende Geldbeträge! Der Wunschtraum von der schönen NICHT-atomar-radioaktiven Strom-Welt! Keine Informationen im Gemeindeblatt. Ich hatte darum gebeten, bekam aber nichts. Und jetzt liegt da ein Flächennutzungsplan vor mir: Thurndorf umkreist von großen Vorrangflächen für Windkraftanlagen. Alle Beschwichtigungen, dass diese zwar ausgewiesen sind, aber eh nie mit WKAs belegt werden würden, haben sich im Zuge meiner Recherche in Luft aufgelöst. Und ob die Dinger nun 500, 800 oder 2000 m weit weg sind (H10-Regelung), das ist wirklich für ein komplettes Landschaftsbild völlig egal und trägt nur dazu bei, dass noch mehr in die Landschaftsschutzgebiete und in den Staatswald hineingesetzt werden! Im Internet fand ich ein Amtsblatt des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab vom 16. April 2012, dass eine Reihe von Gemeinden beantragt haben, den Landschaftsschutz zu lockern, weil sie gerne "Positivflächen" für WKAs in den Landschaftsschutzgebieten wünschen, was der Kreistag am 9. Januar 2011 dann bekräftigte. Natürlich ging so gut wie niemand zwischen dem 02. Mai und 04. Juni 2012 ins Zimmer A207 des Landratsamtes oder rannte zum Gemeindeaushang und es wurden deshalb auch keine Bedenken vorgetragen. Gehen Sie jeden Tag zum Gemeindeaushang und schauen nach, was da drinnen hängt? Bekommen Sie das Landkreis-Amtsblatt? Kommen Sie regelmäßig am Amtszimmer A207 vorbei? Also ich nicht. Die Information aller Bürger wurde gezielt auf ein Minimum reduziert, mit Ausnahme derjenigen Grundstücksbesitzer, denen man die WKAs als tolle, umweltfreundliche Kapitalanlage bei ihnen zuhause schmackhaft machte. Nur eine einzige Bürgerinformationsveranstaltung fand in Neuzirkendorf statt, für ein ausgewähltes, erlesenes, bäuerliches Publikum und allein mit dem Ziel, WKAs zu beschönigen. Ein Bauer z. B. erfuhr zufälligerweise, dass ein Grundstück für eine Windkraftanlage geplant ist, weil da plötzlich Holzpflöcke neben seinem Acker steckten. Man umgeht Nachbarn, wittert große Geldbeträge, übersieht aber die Risiken, die der Grundstückseigentümer trägt und ist wurschtig, was man den Menschen antut, die solche Türme nicht so schön finden und im Dorf wohnen. Wenn auch nur eine einzige Zahl auf so einem Hochglanzfinanzplan nicht so eintrifft, wie geschönt dargestellt, dann ist das Geld oder sind die versprochenen laufenden Zahlungen futsch und Schulden drohen! Dafür wurden aber ganze Waldstücke abgeholzt und Felder mit riesigen Schotterwegen zerschnitten. Und wohin mit dem Sondermüll "Rotorblätter" nach 25 Jahren? Auch einfach neben den Bauernhof legen und verrotten lassen wie so manch alte Maschine, die dort vor sich hinrostet? Ein Bürger sagte mir, sein Steuerberater habe ihm abgeraten, sich an so einer Sache zu beteiligen, weil es zu unsicher wäre und weil er als Kleinanleger keinerlei wirkliches Mitspracherecht hätte. Er wisse auch von einem Windkraftbetreiber, dass er pleite gegangen sei. Jetzt war die Sache für mich nicht mehr nur die einer "Positivfläche", die heile Welt meiner dörflichen Heimat geriet mehr und mehr ins Wanken. Ich hörte Sätze wie "Windräder sind wirklich schön. Ringsum sehe ich von hier aus 30 Stück. Sie sind wirklich eine echte Bereicherung für die Landschaft, die durch sie noch aufgewertet wird". Ein Bürgermeister aus einer anderen Gemeinde sagte angeblich: "Windräder sind wie ein schöner bunter Blumenstrauß". Und: "Nur mit Windrädern kommen wir von der krebserregenden Atomkraft weg". Aber ein anderer wieder: "Die Atomkraftgefahr geht einigen Menschen hier in Wirklichkeit am Arsch vorbei! Sie wollen nur schnelles Geld machen! Da kommt das Argument 'weg von der Atomkraft' gerade recht!" Die Realität: 400 Windräder in Bayern machen nur 0,6 % der bayerischen Stromerzeugung aus. Dafür wird bestimmt kein einziges Atomkraftwerk abgeschaltet! Angeblich stehen viele bereits errichteten Windräder still, weil es keinen Anschluss gibt oder keinen Stromabnehmer. Außerdem wird Strom nur bei Wind erzeugt und der weht nicht immer dann, wenn wir den Strom brauchen. All das hat mich jetzt nicht mehr schlafen lassen. Ein Durcheinander, was die Leute alles erzählen! Alles drehte sich bei mir im Kopf.

Am nächsten Morgen kam ich zu diesem Zwischenergebnis - ich könnte es als "Diagnose einer zur Zeit weit verbreiteten Seuche" bezeichnen:

Die Information der Bürger wurde gezielt auf ein Minimum reduziert. Es sollten keine schlafenden Hunde geweckt werden. Aber die Tragweite ist immens! Über 30 % Grundstückswertminderungen in Thurndorf und angrenzenden Orten! Bei Verkauf angeblich 100 %! Zerstörung des Landschaftsbildes und großflächige Rodungen. Die Nachteile der Windkraftanlagen werden verdrängt. Man möchte große Geschäfte machen. Das Gesamtlebewesen Wald, wenn auch nur Kulturwald, wird dagegen als wertlose, minderwertige Landschaft betrachtet. Hunderte Arten von Pilzen, Pflanzen, Bäumen und Tieren, die ich alle sehr liebe, die mir alles bedeuten, wohnen dort oben im Kitschenrain, wo solche Flächen ausgewiesen sind! Und ein Kind, das seiner Oma sagt, dass es sich von den Windrädern gestört fühlt, gilt bei ihr einfach als "dummer kleiner Bub, der noch nichts von der Welt versteht". Doch: Von Kindern können die Erwachsenen noch viel lernen. Sie sind noch spontan und frisch, erkennen Dinge, die wir nicht mehr können oder die uns aberzogen wurden. Vielleicht sind wir im Leben ungewollt abgestumpft, roh und starr geworden, um solche Warnhinweise zu erkennen. Es sind wertvolle Signale, dass etwas schief läuft! Äußerungen von Kindern werden oft belächelt statt hinterfragt!

Alles in allem: Die Folge ist eine Art von Lethargie, eine durch diese tragische Desinformationspolitik erzeugte Teilnahmslosigkeit und Unfähigkeit, entschieden etwas dagegen zu unternehmen. Eine kommunale Politikverdrossenheit, ja Politikhörigkeit macht sich breit, mit der Folge solcher Sätze: "Wir werden da eh nichts machen können", begleitet von Ohnmachtsgefühlen und Resignation! Verantwortlich dafür sind wir Menschen hier und die gewählten Volksvertreter in allen Ebenen bis hinauf zur Bundesebene. Der Mensch ist fehlerhaft. Wenn ich Pech habe, werde ich irgendwann um Thurndorf herum zum Himmel schauen und die neuzeitlich-babylonischen Türme des Getriebes der Welt werden dann um ein vielfaches zahlreicher und höher als der Kirchturm inmitten unseres Dorfes um uns herum stehen, sich eine Zeit lang triumphierend sinnlos drehen und irgendwann marode und überschuldet darniederliegen. Und ich konnte nichts dagegen ausrichten, weil es hier niemanden störte.

Die Therapie:

Sofortiger STOPP von jeglicher Windenergie im gesamten Gemeindegebiet und Wiederherstellung der vorherigen Landschaftsschutzvorschriften. Ende - aus.

Sofort aktiv werden, zusammenschließen, gemeinsam abwehren! 100%! Alle! Umkehr! Bürgerinitiative starten, Unterschriften sammeln. Auf geht's! Es eilt! Keiner weiß, was schnell noch genehmigt wird!

Stoppt zu 100 % den Windkraft-Wahn im gesamten Gemeindegebiet! Einige Argumente gegen Windkraftanlagen

01

Windkraftbetreiber berufen sich auf Par. 35 des Baugesetzbuches, wonach Windkraftanlagen als privilegiert zu behandeln seien. Der selbe Paragraph schreibt jedoch vor: ". . . Anlagen, die die natürliche Eigenart einer Landschaft und ihren Erholungswert beeinträchtigen oder das Orts- und Landschaftsbild verunstalten, können abgelehnt werden . . ."

02

Waldschutz ist Klimaschutz! Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zeigte den Staatsforsten ihre Grenzen auf: "Dort wo der kommunale und Bürger-Widerstand gegen Windkraftanlagen im Staatswald zu groß ist, sollen keine gebaut werden!" Wald entzieht der Atmosphäre CO2 und produziert Sauerstoff zum Atmen und zum Erhalt der Ozonschicht, die uns vor UV-Strahlung aus dem Weltall schützt. Wald ist ein Wasserspeicher und sorgt für unser Trinkwasser. Durch Rodung wird die Durchwurzelung vernichtet. Die Speicherfähigkeit geht verloren. Der Wald ist "Grüne Lunge" und filtert riesige Mengen Staub aus. Zahlreiche Lebewesen sind dort zuhause. Auch streng geschützte. Gemäß Kyoto-Protokoll müssen Rodungen als CO2-Quellen angerechnet werden.

03

Zitat 1. Vorsitzender Willibald Härning vom Haus- und Grundbesitzerverein Weiden und Umgebung e. V.: "Windkraftanlagen sind der Wertkiller Nr. 1 für jeden Haus- und Grundbesitz. Es ist mit Einbußen von 30 % aufwärts zu rechnen. Beim Verkauf sogar mit 100 %." Auch verminderte Kreditwürdigkeit bei Kreditunternehmen! Bei uns kommt das zum Truppenübungsplatz-Lärm von Grafenwöhr noch dazu!

04

Weitere Gegenargumente sind auch: Blitzschlag-Brand eines Rotors kann in 150 m nicht von der Feuerwehr gelöscht werden, das erhöht die Waldbrandgefahr! Zerstörung der Landschaft! Verschlechterung unserer Lebensqualität! Infraschall und manchmal Dauerlärm durch Rotoren! Blinklichter stören die Nachtruhe! Störende Licht-Schatten-Wirkung "Disco-Effekt"! Tote Vögel und Fledermäuse, dafür mehr Schädlingsinsekten! Riskante, unsichere Kapitalanlage!